200 Milliarden Euro als Ziel

Bund will Generationenkapital kräftig aufstocken

Um die gesetzliche Rente auf stabilere Füße zu stellen, will der Bund künftig deutlich höhere Beträge ins Generationenkapital einzahlen als ursprünglich geplant. Das legt ein Medienbericht nahe.
Auf höheres Generationenkapital verständigt?: Finanzminister Christian Lindner (li., FDP) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD)
© picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Auf höheres Generationenkapital verständigt?: Finanzminister Christian Lindner (li., FDP) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD)

Die Bundesregierung will das sogenannte Generationenkapital offenbar deutlich stärker erhöhen als ursprünglich geplant. Wie das „Handelsblatt“ aus Regierungskreisen berichtet, sollen ab kommendem Jahr 12 Milliarden Euro in das als Aktienvermögen angelegte Vorsorgekapital fließen. In den Folgejahren soll die Summe jährlich um 3 Prozent steigen. Bis 2035 soll das Generationenkapital ein Volumen von 200 Milliarden Euro erreichen.

Das Generationenkapital soll die gesetzliche Rente stabilisieren, indem es in Aktien angelegt ist und Erträge abwerfen soll. Im Koalitionsvertrag läuft es noch unter dem Begriff „teilweise Kapitaldeckung“ mit einem Startvolumen von 10 Milliarden Euro. Die sind inzwischen im Haushaltsplan für 2023 auch fest eingeplant. Später änderte sich der Titel in „Aktienrente“, der noch später zum heute gängigen Generationenkapital wurde.

Doch jetzt soll alles noch ein paar Nummern größer werden. Laut „Handelsblatt“ haben sich Finanz- und Arbeitsministerium bereits darauf verständigt. Skeptisch zeige man sich hingegen im Wirtschaftsministerium.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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