Kubus Privatkundenstudie 2026

Versicherungsabschluss: Influencer gewinnen an Einfluss

Finfluencer verbinden viele mit Krypto und ETFs. Aber auch im Versicherungsbereich spielen Influencer eine zunehmend bedeutende Rolle, wie eine Studie zeigt.
Influencer spielen eine zunehmende Rolle beim Versicherungsabschluss
© DC Studio / Magnific
Influencer spielen eine zunehmende Rolle beim Versicherungsabschluss

7 Prozent der Kunden, die eine Versicherung neu abgeschlossen haben, nutzten Influencer als Informationsquelle für ihre Entscheidung. Das ist ein Ergebnis der Kubus Privatkundenstudie 2026 der MSR Consulting Group, die jährlich das Kundenerleben und die Kundenorientierung im deutschen Versicherungsmarkt misst.

7 Prozent, das klingt erst einmal nach nicht sehr viel. Damit haben Influencer aber immerhin den gleichen Stellenwert erreicht, wie die klassischen Medien Fernsehen und Print. Auch diese ziehen 7 Prozent der Befragten zurate.

Allerdings: Influencer werden besonders von den Jüngeren in der Entscheidungsfindung genutzt. Etwa drei von vier dieser Kunden sind jünger als 40 Jahre. Und genau diese junge Zielgruppe ist für Neugeschäft und Wachstum besonders relevant. In der aktuellen Studie fallen 58 Prozent der Neuabschlüsse auf Personen unter 40 Jahren.

Influencer haben starke Wirkung

Bemerkenswert ist zudem die Wirkung der Influencer. Rund ein Drittel der Befragten (32 Prozent), die vor dem Abschluss Influencer-Beiträge gesehen haben, bewerteten diese als äußerst glaubwürdig. Etwa zwei Drittel (67 Prozent) geben an, dass die Inhalte ihre Abschlussentscheidung stark beeinflusst haben.

„Influencer sind für Versicherer kein Nischenthema mehr. Wer junge Kunden erreichen will, sollte diesen Kanal ernst nehmen und die Glaubwürdigkeit der Inhalte aktiv mitgestalten“, so Michael Schulte, Projektleiter bei der MSR Consulting Group.

Betreuer verlieren bei Neukundengewinnung an Relevanz

Betreuer oder Berater spielen (im Vergleich zu Influencern) laut Studie bei der Informationsgewinnung immer noch die wichtigste Rolle, verlieren aber stark an Bedeutung. 2022 gaben noch 54 Prozent an, Betreuer als Quelle zu nutzen, in der aktuellen Studie sind es 38 Prozent. Entscheidend für den Abschluss sind sie nur noch für 29 Prozent (2022: 43 Prozent).

Während Betreuer in der Neukundengewinnung an Relevanz verlieren, bleiben sie in der Bestandsarbeit unverzichtbar. Bei komplexen Fragen, Vertragsänderungen und Erkennen von Lebensereignissen zeigt die Studie sie weiterhin als ersten Ansprechpartner.

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Autorin

Sabine

Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

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