Die Fondsgesellschaft DWS plant, am 12. November 2019 ihre Garantiefonds-Serie Flexpension einzustellen. Fonds im Wert von rund 2,6 Milliarden Euro sollen abgewickelt werden. Grund dafür seien „Niedrig- und Negativzinsen an den Euro-Anleihemärkten“, gab die Deutsche-Bank-Tochter gegenüber der Plattform Fondsprofessionell online an. „Eine sinnvolle und für die Anleger aussichtsreiche Fortführung der DWS-Flexpension-Teilfonds ist in diesem Umfeld nicht möglich.“ Schon 2016 hatte die DWS einzelne Fonds der Reihe abgewickelt (wir berichteten).
Die Risikobudgets der Fonds seien aufgebraucht, erklärte Ferdinand Haas, Leiter Produkte bei der DWS, gegenüber dem Portal. Anfang Juli sei die Kostenpauschale der Fonds deshalb auf 0,1 Prozent pro Jahr gesenkt worden. „Allerdings kann auch diese teils deutliche Kostensenkung in einem Marktumfeld mit negativen Anleihezinsen nicht verhindern, dass in den Teilfonds nur noch in die Kapitalerhalt-Komponente investiert werden kann.“ Es gebe keine Chance, dass die Fonds in Zukunft neue, wesentlich über den aktuellen Garantiewerten liegende Höchststände erreichen könnten.
Was also nun? Man wolle den Kunden bald bessere Alternativen bieten. Seit 2003, dem Geburtsjahr der Fondsreihe, sei die Produktfamilie jährlich um einen Teilfonds ergänzt worden. 2020 sei das erste Jahr, in dem das nun nicht mehr geschehen werde. Bis zu Abwicklung im November könnten Kunden die Fonds aber noch weiter besparen. Sie würden „in der Regel rechtzeitig von ihrer jeweiligen Versicherung über mögliche Alternativfonds zur Fortführung“ ihres Vertrages informiert, heißt es in der Vertriebsinformation der DWS, die Fondsprofessionell vorliegt.
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