Rechtsstreit

Nürnberger Versicherung klagt gegen Helpcheck

Das Start-up Helpcheck hilft Verbrauchern dabei, Fehler in ihren Lebensversicherungen zu finden und die Policen zu widerrufen. Die Nürnberger Versicherung will vor Gericht gegen das Unternehmen vorgehen. Die Start-up-Gründer zeigen sich gelassen.
© picture alliance/Daniel Karmann/dpa
Der Schriftzug der Nürnberger Versicherungsgruppe auf einer Säule vor dem Firmensitz: Helpcheck reagiert gelassen auf die Klage.

Die Nürnberger Versicherung will gerichtlich gegen das Düsseldorfer Start-up Helpcheck vorgehen. Bereits im Oktober hat die Versicherung Klage eingereicht, vor einigen Tagen kam diese bei den Helpcheck-Gründern an. „In unseren Augen ist die Klage ein absolutes Unding“, sagte Gründer Peer Schulz der „Rheinischen Post“.

Die Nürnberger Versicherung will erreichen, dass Helpcheck in Zukunft keine Rechtsdienstleistungen gegen Erfolgshonorar mehr erbringen darf. Helpcheck ist als Versicherungsberater tätig. Diesen hat der Bundesgerichtshof verboten, Erfolgshonorare zu vereinbaren. Hierüber setzt Helpcheck sich hinweg“, so die Nürnberger Versicherung in einem offiziellen Statement gegenüber Pfefferminzia.

Schulz und Mitgründer Phil Sokowicz wollen an ihrem Geschäftsmodell festhalten. Es gebe ihr Unternehmen nur, „weil die Versicherungskonzerne die Urteile des Bundesgerichtshofs zu Widerrufsbelehrungen bewusst ignorieren“, so Schulz.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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