Marktumfragen zur Technik

Generation Z nutzt KI für Versicherungssuche

KI-Suchmaschinen erfreuen sich steigender Beliebtheit, auch für die Suche nach der neuen Versicherung. Überflüssig ist der Vermittler dadurch jedoch nicht für alle. Und Vertreter wünschen sich ein besseres KI-Angebot ihrer Versicherungsgesellschaften.
Junge Menschen nutzen KI-basierte Apps zur Versicherungssuche im Freien.
© Freepik
Junge Menschen mit Smartphones: Per KI Versicherung suchen

KI-Suchmaschinen werden zunehmend für die Suche nach der passenden KFZ-Versicherung eingesetzt, insbesondere von der Generation Z (Gen Z). Rund jeder Vierte (26 Prozent) aus der Altersgruppe bis 30 Jahre lässt sich dabei von künstlicher Intelligenz (KI) helfen, zeigt eine Umfrage von Sirius Campus. In der Vorjahresumfrage waren es nur halb so viele. Bei den Älteren über 30 Jahre spannen 5 Prozent KI-Suchmaschinen bei ihrer Suche nach einer neuen Auto-Versicherung ein.

Dabei fragen sie nicht nur Preise ab, sondern auch Qualitätsunterschiede und die Bedeutung einzelner Leistungen. Versierte Nutzer lassen sich sogar Vergleichstabellen für ihr Auto erstellen und verzichten auf Online-Vergleichsportale wie Check24.

Der Einsatz von KI-Helfern bedeutet jedoch nicht, dass der Berater komplett außen vor ist. Ein Fünftel der KI-Nutzer, bereitet sich über die Suchmaschinenabfrage auf die Beratung mit einem Vermittler vor. „Nutzer von KI-Suchmaschinen bringen ihrem ‚digitalen Buddy‘ ein erschreckend hohes Vertrauen entgegen. Aber sie nehmen auch Grenzen bei der KI-Nutzung wahr und suchen dann den Kontakt zu ihrem bestehenden oder zu einem neuen Vermittler“, sagt Oliver Gaedeke, Gründer und Geschäftsführer der Sirius Campus.

Ausschließlichkeitsvertreter setzen auf KI

In einer zweiten Umfrage hat Sirius Campus Vertreter der 22 größten Ausschließlichkeitsorganisationen zu ihrer KI-Affinität interviewt. Das Ergebnis: Praktisch alle wollen KI-Anwendungen in ihrer Arbeit integrieren. Vor allem Jüngere wollen KI in der Kundenkommunikation, für Verwaltungstätigkeiten und Serviceprozesse einsetzen.

Die bereitgestellte KI-Unterstützung ihrer Versicherungsgesellschaften begeistert allerdings nur wenige. „Versicherer sollten mit einem ganzheitlichen Blick vom Kunden bei der ersten KI-Nutzung bis hin zum Vermittler- oder Direktabschluss ihre KI-Strategien entwickeln. Punktuelle Aktivitäten werden eindeutig zu kurz greifen“, meint Gaedeke.

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Autorin

Sabine

Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

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