BVK-Studie zur Zusammenarbeit mit Maklerpools

Makler unterschätzen oft Risiken der Abhängigkeit von Dienstleistern

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) hat untersucht, wie sich Kooperationen von Versicherungsmaklern mit Pools auswirken. Die Studie zeige, „dass Makler nicht immer ein hinreichendes Bewusstsein für die Risiken der Abhängigkeit von Dienstleistern haben“, so BVK-Vizepräsident Andreas Vollmer. Weitaus positiver sehe es in Sachen Beratungssoftware, Angebotserstellung und Dokumentation aus.
© BVK
Ist Präsident des BVK: Michael Heinz.

„Unabhängigkeit ist Maklern sehr wichtig und wird in erster Linie als eine freie Produktauswahl sowie als Unabhängigkeit von Produktionsvorgaben und anderen Steuerungsmaßnahmen der Versicherungsunternehmen verstanden. Die Studie zeigt aber auch, dass Makler nicht immer ein hinreichendes Bewusstsein für die Risiken der Abhängigkeit von Dienstleistern haben.“ Dieses Fazit zieht Andreas Vollmer, Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), in einer aktuellen Studie dazu, wie Versicherungsmakler Dienstleister nutzen und welche Wirkung diese Zusammenarbeit auf ihre Unabhängigkeit hat. Gefahren für die eigene Sachwalterrolle würden danach ebenso verdrängt wie die Tatsache, dass Kunden nicht immer optimal bedient würden, heißt es dort weiter.

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„Wir konnten auch feststellen, dass Makler sehr viele Wertschöpfungsaktivitäten selbst erledigen und selten Unterstützung einkaufen“, ergänzt Matthias Beenken von der kooperierenden Fachhochschule Dortmund. „Im Zweifel verzichten Makler lieber auf einzelne Dienstleistungen. Maklerpools und Maklerverbünde spielen allerdings eine zentrale Rolle beim Einsatz von Beratungs- und Vergleichssoftware sowie bei der Angebotserstellung und der Beratungsdokumentation.“

Für das Berufsbild sensibilisieren

BVK-Präsident Michael Heinz ergänzt: „Der BVK möchte mit dieser Studie ein Bewusstsein über die fließenden Übergänge zur wirtschaftlichen Abhängigkeit von Maklern schaffen.“ Damit leiste der Verband einen Diskussionsbeitrag, „um für das Berufsbild des Maklers zu sensibilisieren und es zu fördern.“ Die unabhängige Sachwalterstellung des Maklers sei ein hohes Gut und sollte erhalten bleiben, so Heinz abschließend.

Die Ergebnisse zur Studie lieferte eine Online-Umfrage, die im September 2021 erfolgte. Teilnehmer waren 200 kleine und mittelständische Versicherungsmakler mit bis zu 100 Mitarbeitern, einschließlich einer kleinen Zahl Mehrfachvertreter. Berücksichtigt wurden nur Makler und Mehrfachvertreter, die im eigenen Namen und auf eigene Rechnung am Markt tätig sind.

>>> Hier können Sie die Studie kaufen

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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