BVK präsentiert Wahlprüfsteine

Was die Parteien von Versicherungsvermittlern halten

Vor jeder Bundestagswahl hakt der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) bei allen im Parlament vertretenen Parteien nach, wie sie die Arbeit von Versicherungsvermittlern einschätzen und welche Pläne sie unter anderem für den Versicherungsvertrieb hegen – während von der AfD nur wenig zurückkam, wurde manche Partei hier umso deutlicher.
© picture alliance / Daniel Kalker | Daniel Kalker
Um Versicherungsvermittlern vor der Bundestagswahl eine berufspolitische Orientierung zu geben, legt der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) vor jeder Bundestagswahl allen im Bundestag vertretenen Parteien seine Wahlprüfsteine vor.

Sagt, wie haltet Ihr es mit den Versicherungsvermittlern? Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) wollte das von den im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien erfahren – und hat nun die Ergebnisse seiner sogenannten Wahlprüfsteine vorgelegt.

Zu insgesamt acht Fragen sollten Union, SPD, FDP, Grüne, Linke und AfD Stellung beziehen. Die Antworten, die der BVK jetzt auf seiner Website bereit gestellt hat, sollen Versicherungsvermittler vor der Bundestagswahl „eine berufspolitische Orientierung“ ermöglichen, wie der Verband am Dienstag mitteilte.

„Es ist interessant zu lesen, wie teilweise diametral die einzelnen Parteien das Provisionssystem und die Probleme der Rentensicherung sowie des Gesundheitssystems sehen und was sie in der kommenden Legislaturperiode planen“, kommentierte BVK-Präsident Michael Heinz die Rückmeldungen aus den Parteien.  

Die gestellten Fragen finden Sie nachfolgend im Wortlaut – was die Parteien darauf jeweils entgegneten, kann hier auf der Website des BVK abgerufen werden.

  1. Welche Maßnahmen plant Ihre Partei zur Unterstützung der Versicherungsvermittler/innen bei der Erfüllung ihres wertvollen sozialpolitischen Auftrags durch qualifizierte Beratung für die Schließung der Lücken in den sozialen Sicherungssystemen?
  1. Was würde Ihre Partei in der nächsten Legislaturperiode unternehmen, um mehr Anreize für die private Altersvorsorge zu schaffen, und befürwortet Ihre Partei eine Altersvorsorgepflicht für Selbständige bzw. ein Standardprodukt in der Altersvorsorge (z. B. Staatsfonds)?
  1. Welche Pläne hat Ihre Partei für eine Reform der Riester-Rente, und welche Maßnahmen plant Ihre Partei zur Stabilisierung des gesetzlichen Rentensystems?
  1. Unterstützen Sie die Pläne für weitere Regulierung der Vermittler, z. B. durch einen Provisionsdeckel beim Vertrieb von Lebensversicherungen? Welche Vergütungsform für Vermittler bevorzugt Ihre Partei und wie stehen Sie generell zum Vergütungssystem auf Provisionsbasis?
  1. Setzen Sie Ihr Vertrauen in die bewährte Aufsicht oder befürworten Sie die Übertragung der Aufsicht über Finanzanlagenvermittler und/oder Vermittler auf die BaFin und sehen Sie dadurch Vorteile und wären Kostensteigerungen aus Ihrer Sicht dadurch zu erwarten?
  1. Sehen Sie Vorteile in der Abschaffung des dualen Systems durch die Einführung eines Einheitssystems (z. B. Bürgerversicherung)? Wie wollen Sie das Problem der qualitativen Pflege in Deutschland gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie gewährleisten?
  1. Glauben Sie, dass bei PEPP niedrige Verwaltungskosten bei gleichzeitiger attraktiver Rendite realistisch realisierbar sind, und welche Rolle sollten Vermittler bei PEPP aus Ihrer Sicht einnehmen? Wie steht Ihre Partei zur Evaluierung der IDD?
  2. Wie stehen Sie zum Thema Nachhaltigkeit bei Versicherungen bzw. Finanzdienstleistungen, und welche Rolle sollten Vermittler aus Ihrer Sicht einnehmen? Wie stehen Sie dazu, dass Versicherungsanlageprodukte zukünftig Nachhaltigkeitskriterien erfüllen müssen und wie könnte dies nachgewiesen werden?

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    Lorenz

    Klein

    Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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    Ein Kommentar

    1. Somit sollte jedem Kollegen klar sein, dass für unseren Berufsstand die linken/-linksradikalen Parteien SPD, Grüne und SED 2.0 unwählbar sind

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