Wegen des Wirecard-Skandals musste die Finanzaufsichtsbehörde Bafin viel Kritik einstecken und mit Vertrauensverlusten leben. Einige Branchenexperten zweifelten kürzlich sogar daran, dass der von der Bundesregierung geplante Aufsichtswechsel überhaupt stattfindet (wir berichteten) – aber doch, das werde er, erklärten nun die Berliner Politiker auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke. Darüber berichtet das Nachrichtenortal „Ecoreporter.de“.
„Die bisherige zersplitterte Aufsichtsstruktur mit Industrie- und Handelskammern und Gewerbeämtern wird der zunehmenden Komplexität des Aufsichtsrechts und den Anforderungen an eine auf diesem Gebiet spezialisierte und wirksame Aufsicht sowie auch des Anlegerschutzes nicht gerecht“, zitiert das Portal aus der Antwort eines Regierungssprechers. Durch die Bündelung der Aufsicht sollten deren „Qualität und Effektivität gesteigert werden“ und eine „Angleichung an die Aufsicht über Wertpapierdienstleistungsunternehmen mit vergleichbarer Tätigkeit“ erfolgen.
Die Pläne für das Vorhaben sind schon länger im Koalitionsvertrag von Union und SPD verankert – demzufolge soll die Bafin bald die Aufsicht über die mehr als 37.000 Finanzanlagenvermittler (34f GewO) und Honorar-Finanzanlagenberater (34h GewO) übernehmen.
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