Regulierung

Versicherer kritisieren Hochrisikoeinstufung im neuen KI-Gesetz

Das EU-Parlament hat gestern ein europäisches Gesetz zum Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) durchgewunken. Der sogenannte „AI Act“ hat auch Auswirkungen auf die Versicherer. Der Versicherungsverband GDV ist nicht begeistert.
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Einige KI-Anwendungen der Versicherer sind in den Hochrisikobereich eingestuft worden. Der Versichererverband GDV ist not amused.

Kern des frisch verabschiedeten europäischen „AI Act“ ist die Einstufung der künstlichen Intelligenz (KI) in Risikostufen. Je riskanter eine Anwendung ist, desto strenger sind die Regeln.

Der Versicherungsverband GDV hat sich zum „AI Act“ geäußert und befürwortet ganz grundsätzlich verbindliche Regeln für den Einsatz von KI. „Die Einigung auf für alle verbindliche Regeln für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist gut“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Auch für den Versicherungssektor sei KI der nächste große Entwicklungsschub.

Jetzt kommt das Aber. Die Versicherer üben Kritik an der Zuordnung von bestimmten KI-Systemen bei Lebens- und Krankenversicherungen zum besonders stark regulierten Hochrisikobereich.

Konkret geht es dabei um Systeme, mit denen die Risiken von Einzelpersonen bewertet oder Preise gestaltet werden. „In diesen Bereichen werden der Branche neue Verpflichtungen auferlegt, obwohl das Schutzniveau durch bestehende Vorschriften schon enorm hoch ist“, so Asmussen. „Hier hätten wir uns von der EU mehr Weitblick gewünscht“, so der GDV-Hauptgeschäftsführer weiter.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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