Nach Sanierungsbeschluss

Kölner Pensionskasse und Caritas ziehen positive Bilanz

Der angeschlagenen Caritas Pensionskasse wurde vergangenes Jahr untersagt, weiterhin Neugeschäft zu betreiben. Auch die Kölner Pensionskasse musste sich diesem Urteil durch die Finanzaufsicht Bafin fügen. Nun, ein Jahr nach dem Sanierungsbeschluss, haben beide Einrichtungen ihre Jahresbilanzen veröffentlicht – und zeigen sich zufrieden.
© dpa
Das Gebäude der Bafin in Bonn: Vor etwa einem Jahr wurde hier beschlossen, dass die beiden Pensionskassen vom Neugeschäft zurücktreten müssen.

Die Mitglieder-Vertreterversammlungen der Pensionskasse der Caritas und der Kölner Pensionskasse haben etwa ein Jahr nach dem Bafin-Sanierungsbeschluss ihre Jahresabschlüsse verabschiedet. Damals wurde den überbetrieblichen Einrichtungen untersagt, neue Versicherungsverträge abzuschließen, bestehende Versicherungsverträge zu erhöhen oder weitere Personen in die Pensionskasse als Versorgungsberechtigte aufzunehmen. Heute sprechen sie von einem „soliden Ergebnis“, wie entsprechende Pressemitteilungen verlautbaren.

Mehr zum Thema

„Die meisten Pensionskassen werden die Niedrigzinsphase überstehen“

„Die Digitalisierung hat die Versicherungsbranche längst erfasst“, stellte Frank Grund, Exekutivdirektor der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht…

Zwei Pensionskassen müssen saniert werden

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat mit Bescheid vom 11. Mai 2018 der Pensionskasse der…

Bafin sorgt sich um Pensionskassen

Während die anhaltende Nullzinspolitik beispielsweise Häuslebauern Freude bereitet, sorgt sie für viel Missmut in der…

Der Hintergrund:

Die Sanierungen waren nötig geworden, um die bilanziellen Fehlbeträge aus den Jahresabschlüssen 2017 auszugleichen (wir berichteten). Die Caritas gibt nun an, sich nach der Einstellung des Neugeschäfts vor allem auf die betriebliche Altersversorgung von über 400 Einrichtungen der Caritas und der katholischen Kirche konzentriert zu haben.

Die Zahlen:

Laut eigenen Angaben beendete die Pensionskasse der Caritas das Jahr 2018 mit einem Geschäftsergebnis von rund 522.100 Euro. Das Geld wolle sie der Verlustrücklage und somit den Eigenmitteln zuführen. Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung habe sie 58.000 Euro zugeführt.

Die Kölner Pensionskasse zeigt sich ebenfalls zufrieden mit der Jahresbilanz. Das Geschäftsergebnis belaufe sich auf rund 343.000 Euro, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Geld wolle das Unternehmen dem Gründungsstock zuführen.

„Die Sanierung bedeutet einen gravierenden Einschnitt für die Pensionskasse der Caritas und unsere Mitglieder“, sagt Olaf Keese, Vorstandsvorsitzender der der Caritas Pensionskasse und der Kölner Pensionskasse. „Zukünftig fokussieren wir uns auf die Betreuung unserer Mitglieder. Unser Ziel ist es, im Sinne unserer Mitglieder eine bestmögliche Leistungserbringung oder Abwicklung zu erreichen. Die Bilanz 2018 und auch die positiven Entwicklungen im aktuellen Geschäftsjahr zeigen, dass wir mit dem Sanierungskonzept den richtigen Weg eingeschlagen haben.“

Auch gibt eine Neuerung auf personeller Ebene:

Der Aufsichtsrat der Caritas Pensionskasse hat sich neu aufgestellt. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender ist Oliver Butke, sein Stellvertreter ist Stefan Sendker, und der bisherige Vorsitzende des Aufsichtsrats, Thomas Vortkamp, verbleibt als Mitglied des Aufsichtsrats.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia