Pfefferminzia: Herr Sallmann, Sie sind seit Anfang Oktober bei der Interrisk an Bord. Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?
Florian Sallmann: Mein Ziel ist es, die Stärken der InterRisk so schnell es geht kennenzulernen und herauszuarbeiten und unseren Bekanntheitsgrad in unseren Märkten Deutschland und Österreich zu erhöhen. Wir haben im freien Vermittlermarkt bereits eine starke Marktposition, wollen aber unsere Bekanntheit als kompetenter Partner im gesamten Markt deutlich erhöhen.
Was sind die bekanntesten Produkte der InterRisk?
Sallmann: Wir sind als einer der wichtigsten Anbieter in der Unfallversicherung geschätzt. Da haben wir den Markt bei Produkten und Leistungen geprägt. Wir haben aber auch starke Haftplicht- und Wohngebäudeprodukte und sind auch in der Risikoleben, der fondsgebundenen Leben und der Berufsunfähigkeit erfolgreich. Alles in allem haben wir Produkte im Angebot, die für Kunden für das Leben und die existenzielle Risikoabsicherung wichtig sind.
Welche Produkte wollen sie besonders in den Fokus rücken?
Sallmann: Wir bieten Kunden aktuell eine fondsgebundene Rentenversicherung an und überlegen, wie wir dieses Produkt noch bekannter machen können. Für Kunden ist es wichtig, langfristig für einen guten Vermögensaufbau zu sorgen. Und es ist vor allem wichtig, dass sie wirklich merken, dass sich langfristiges Sparen lohnt. Produkte sollten daher transparent sein und den Kunden die Möglichkeit bieten, die Konditionen verändern zu können. Und das können wir.
Wie möchten Sie Produkte künftig vertreiben?
Sallmann: Unsere fondsgebundene Rentenversicherung möchten wir mit Partnern zusammen vertreiben, die diese dann erklären. Wir wollen mehr Menschen gewinnen, die mit uns zusammenarbeiten und erläutern, worauf Menschen bei ihrer Vorsorge achten sollten. Diese Partnerschaften sind für uns ein wichtiger Wachstumshebel.
Davon abgesehen, sehen wir in allen Sparten für uns ein deutliches Wachstumspotenzial. Im Bereich Unfall traut uns der Markt viel zu und kennt uns auch. Es wäre aber falsch zu sagen, dass die anderen Produkte daher nicht wichtig sind, weil wir insgesamt mit dem, was wir können und wo wir herkommen, deutlich mehr machen können. Denn die Themen passen gut zusammen. Wir wollen in allen Sparten wachsen.
Was treibt den Markt und die Kunden derzeit am meisten um?
Sallmann: Die Branche hat gerade mit den gestiegenen Kosten in den Sachsparten zu tun. Und Kunden kämpfen derzeit mit der Inflation, also gestiegenen Kosten, und höheren Versicherungsprämien. Das verringert das Kapital, das am Ende des Tages für die Vorsorge und Risikoabsicherung übrigbleibt. Daher ist es für Vermittler wichtig, sich auf die wesentlichen Produkte zu konzentrieren.
Naturkatastrophen sind ein aktuelles Thema in der Beratung. Kunden benötigen Unterstützung dabei, wie sie sich diesbezüglich gut absichern können.
Welche Rolle KI künftig für die Interrisk spielen soll und wo Florian Sallmann den Versicherer in drei Jahren sieht, erfahren Sie auf der zweiten Seite.
Gibt es eigentlich eine bestimmte Zielgruppe, die die InterRisk anspricht?
Sallmann: Es kommt immer darauf an, um welches Produkt es sich handelt. Wir haben beispielsweise bei der Risikoabsicherung mit hohen Summen unterschiedliche Zielgruppen, die wir bedienen können. Es geht hier unter anderem darum, Erbschaften abzusichern.
Wie sieht es mit jüngeren Kunden und Frauen als Zielgruppe aus?
Sallmann: Zu unseren Zielgruppen gehören junge Menschen, die eine solide Altersvorsorge betreiben möchten. Auch das Thema Frauen möchte ich mehr vorantreiben, um auf deren spezifische Bedürfnisse einzugehen. Es ist wichtig, Altersvorsorgeprodukte gut zu erklären und transparent zu machen. Und da ist noch viel Arbeit zu leisten. Wir sind auf größere Risiken spezialisiert. Menschen, die sich mit ihrer Altersvorsorge beschäftigen wollen, sind bei uns gut aufgehoben.
Was halten Sie von KI und wie planen Sie KI einzusetzen?
Sallmann: Wir investieren gerade sehr viel in die Aktualisierung unserer IT. Wir wollen es dem Vermittler einfacher machen, mit uns zusammenzuarbeiten.
Wir haben KI auch im Fokus, aber sie ersetzt nicht den persönlichen Kontakt. Am Ende des Tages ist der menschliche Faktor entscheidend. Kunden und Vertriebspartner schätzen die Möglichkeit, einen Ansprechpartner anrufen zu können. Natürlich muss dieser Mitarbeiter technische Unterstützung bekommen, und da kann KI eine gute Unterstützung bieten.
Generell müssen wir uns mit der Technologie auseinandersetzen und den Hype trennen von den Technologien, auf die es wirklich ankommt. Ich sehe KI als sehr spannendes Thema und finde es beeindruckend, was damit möglich ist. Allerdings müssen wir in unserer sensiblen Branche darauf achten, dass wir KI vernünftig einsetzen.
Wo sehen Sie die Interrisk in drei Jahren?
Sallmann: Die Interrisk ist bereits heute ein gefragter Partner für Versicherungsvermittler. In drei Jahren werden wir einen deutlich höheren Bekanntheitsgrad haben und entsprechend gewachsen sein. Bis dahin sind wir IT-technisch super aufgestellt. Denn dann haben wir unser IT-Projekt in der Sachversicherung zum Vorteil unserer Vertriebspartner und unserer Kunden erfolgreich abgeschlossen.
Zu diesem Zeitpunkt habe ich außerdem eine Mannschaft geformt, die ihren Job mit Begeisterung ausübt und weiter wächst. Schon heute kommen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne zur Arbeit, weil alle ein tolles Team sind.
Wir haben ein großes Potenzial, das wir in der Vergangenheit nicht genügend genutzt haben. Das wollen wir jetzt ändern.
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