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Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen den ehemaligen Chef der Fondsgesellschaft DWS, Asoka Wöhrmann. Das berichtete zuerst das „Handelsblatt“ und berief sich dabei auf „mehrere mit dem Sachverhalt vertraute Personen“. Demnach läuft das Verfahren bereits seit Januar dieses Jahres.
Wöhrmann steht unter dem Verdacht, Kapitalanlagebetrug begangen zu haben. Die DWS könnte ihre Fonds grüner beziehungsweise nachhaltiger dargestellt haben, als sie in Wirklichkeit sind. Der Fachbegriff dafür lautet „Greenwashing“. Wöhrmanns Anwalt weist die Vorwürfe zurück. Er sehe „keinerlei Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten“.
Losgetreten hatte die Diskussion die ehemalige Nachhaltigkeitschefin der DWS, Desirée Fixler. Sie hatte vor etwa zwei Jahren in einem Interview mit dem „Wall Street Journal“ erklärt, das die Gesellschaft ihre Nachhaltigkeitsberichte geschönt haben soll. Das rief die US-Behörden auf den Plan – und eben auch die Staatsanwaltschaft in Frankfurt.
Ein vorläufiger Höhepunkt war eine Razzia Ende Mai 2022. Damals durchsuchten Fahnder der Staatsanwaltschaft, der Finanzaufsicht Bafin und vom Bundeskriminalamt den Sitz der DWS und Büros der Deutschen Bank, die an der DWS mit rund 80 Prozent beteiligt ist. Daraufhin legte Wöhrmann sein Amt nieder.
Wie die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt, richteten sich die Ermittlungen zunächst gegen Unbekannt. Seit Januar 2023 gehe es hingegen gegen einen konkret Beschuldigten, wobei die Behörde keinen Namen nannte.
Dass Greenwashing als Kapitalanlagebetrug zählt, ist in der Anlagewelt einigermaßen neu. Die Untersuchung gegen die DWS lässt sich somit als Signal verstehen, dass das alles kein Kavaliersdelikt ist. Besonders hervorgetan hat sich bisher beispielsweise die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, indem sie wegen irreführender Werbung gegen Unternehmen vorgeht.
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