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Trotz steigendem Interesse an nachhaltigen Finanzprodukten gibt es aktuell vor allem zwei Hürden, die Verbraucherinnen und Verbraucher davon abhalten, nachhaltig zu investieren. Das fängt schon bei den Nachhaltigkeitspräferenzen an.
Denn das Verständnis vieler Verbraucherinnen und Verbraucher dafür fehlt. Außerdem misstrauen viele den Nachhaltigkeitsinformationen von Finanzprodukten.
Zu diesem Fazit gelangen das Institut für Finanzdienstleistungen (IFF) und das Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover in einer aktuellen Studie.
Die Studie zeigt, dass das Verständnis von privaten Anlegerinnen und Anlegern, was sie als nachhaltig empfinden, sehr unterschiedlich ist. Das erschwert es vielen, sich der eigenen Nachhaltigkeitspräferenzen bewusst zu werden. Außerdem gibt es noch keine einheitliche Definition des Begriffs Nachhaltigkeit und was sich genau dahinter verbirgt.
Was zusätzlich noch fehlt: Vielen Personen haben kein ausreichendes Wissen darüber, wie Nachhaltigkeitsaspekte mit traditionellen Entscheidungsdimensionen der Geldanlage wie Liquidität, Rendite und Sicherheit zusammenhängen.
Verbraucherinnen und Verbraucher empfinden es auch als sehr schwierig, die eigenen Nachhaltigkeitspräferenzen mit verfügbaren Informationen abzugleichen. Das gilt vor allem für Informationen zur Nachhaltigkeit von Anlageprodukten. Diese wecken aus Sicht der IFF-Experten zum Teil irreführende Erwartungen bezüglich der Funktionsweise und der Auswirkungen von nachhaltigen Anlage-Entscheidungen.
Was zusätzlich noch fehlt: Vielen Personen haben kein ausreichendes Wissen darüber, wie Nachhaltigkeitsaspekte mit traditionellen Entscheidungsdimensionen der Geldanlage wie Liquidität, Rendite und Sicherheit zusammenhängen.
Damit Personen nachhaltig investieren, benötigen sie also eine Kombination aus Wissen zur finanziellen Bildung und ein tiefes Verständnis von Nachhaltigkeit.
Um Verbrauchern bessere Informationen zur Verfügung zu stellen und diese einzuordnen, sollten Experten des Verbraucherrechts und der Nachhaltigkeitsbewertung zusammenarbeiten, um das Vertrauen in nachhaltigkeitsbezogene Informationen zu stärken.
Auch die obligatorische Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen durch die Mifid-II-Verordnung hat aus Sicht der Studien-Autoren bisher nicht geholfen, für mehr Klarheit bei Anlegern zu sorgen.
Privatanlegern gelingt es kaum, ihre eigenen individuellen Nachhaltigkeitspräferenzen mit der starren eindimensionalen Nachhaltigkeitsabfrage in der Anlageberatung wiederzufinden.
Den gesamten IFF-Bericht gibt es hier zum Download.
Wer noch tiefer in diese Thematik einsteigen will: Im Podcast „Finance&Feelings“ spricht IFF-Ökonomin Jana Lenze mit Host Anissa Brinkhoff über die Ergebnisse der Studie.
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