Viele haben Pläne und Träume für ihren Ruhestand. Wenn es aber um die finanzielle Planung geht, ist man schnell überfordert. Professionelle Ruhestandsplanung wird aufgrund steigender Lebenserwartung immer wichtiger.
Um sorgenfrei in den Ruhestand zu blicken, braucht es professionelle Ruhestandsplanung. Damit Ihre Kundinnen und Kunden ihr bestes Leben leben können.
Lebensträume verwirklichen, finanzielle Sicherheit stärken: Mit unserer Ruhestandsplanung und hochwertigen Produkten unterstützen Sie Ihre Kundinnen und Kunden optimal – professionell, verlässlich, erfolgreich.
Theo Westarp zeigt im Video, wie man dank guter Beratung und kluger Ruhestandsplanung mehr finanziellen Spielraum für die schönen Dinge hat.
Wer ist Tobias Bierl?
Tobias Bierl betreibt zusammen mit seinem Bruder Stefan seit 2008 die Finanzberatung Bierl in Kirchenrohrbach. Ihr Erfolgsportal: der eigene Blog. Die Blogbeiträge der Bierl-Brüder werden regelmäßig in den Medien aufgegriffen und schaffen so Verbreitung.
Pfefferminzia: Inwiefern trägt Ihr Blog heute zu Ihrem Erfolg bei?
Tobias Bierl: Unser Blog und generell die Homepage ist einer der wichtigsten Parameter für unsere Kundengewinnung aus dem Internet. Rund 80 Prozent unserer Neukunden werden über das Internet auf uns aufmerksam. Es ist aber sehr schwer messbar, inwiefern zum Beispiel ein einzelner Artikel zum Erfolg beiträgt. Es macht bei uns sicherlich die Beständigkeit der Beiträge aus, denn jede Woche soll es einen neuen Artikel geben.
Wir denken, dass es für Neuinteressenten auch interessant zu sehen ist, dass wir kontinuierlich am Ball bleiben und sehr persönlich aus der Praxis schreiben. Uns schreckt es eher ab, wenn wir auf andere Blogs von Kollegen stoßen, wo der letzte Beitrag aus dem Jahr 2016 stammt oder die Beiträge sehr verkaufsbezogen gestaltetet sind à la „Kümmern Sie sich jetzt um Ihre Altersvorsorge“.
Unsere Serie zum Thema Social Media für Versicherungsvermittler:
Teil 1: Stephan Peters, Erfolgskanal Videos/Youtube: „Über Youtube die eigene Marke aufbauen“
Teil 2: Wladimir Simonov, Erfolgskanal Facebook: „Wer massive Ergebnisse sehen will, kommt an Social Media nicht vorbei“
Teil 3: Hans Steup, Erfolgsportale: Facebook, Xing, Linkedin, Twitter: „Ohne Social Media wäre ich aufgeschmissen“
Teil 4: Martin Müller, Erfolgsportal: Xing: „Xing bietet ideale Möglichkeiten für die Neukunden-Akquise“
Teil 6: Bastian Kunkel, Erfolgsportal: Youtube: „Es reicht nicht mehr, dass einen Kunden online finden“
Wir sehen unseren Blog aber ganz klar im Kontext mit unserer Internetseite. Rund die Hälfte unserer Zeit setzen wir schon in neue oder verbesserte Blogartikel um, aber wir ergänzen auch feststehende Beiträge auf unserer Homepage fortlaufend. So zum Beispiel das Thema Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Dies haben wir einmal vor drei Jahren geschrieben, aber seitdem mindestens 15 mal wieder ergänzt, verbessert, um Praxisbeispiele erweitert, aktualisiert und so weiter. Hier platzieren wir also Artikel für die „Ewigkeit“, auf unserem Blog präsentieren wir eher Artikel, die oft einen zeitnahen Bezug haben.
Wie lange hat es gedauert, bis Sie Erfolg mit Ihrem Blog hatten?
Wir würden sagen, dass es sicherlich sechs bis zwölf Monate dauert, bis sich erste Erfolge – also Anfragen von Interessenten – messen lassen. Natürlich kann davor auch jemand darüber stolpern, aber das ist wahrscheinliche eher Zufall gewesen. Google benötigt auch eine Zeit, bis der Blog „kennengelernt wird“. Zudem muss der Blogbetreiber auch erst ein bisschen seinen eigenen Schreibstil finden, das geht auch nicht von heute auf morgen. Es ist ein stetiger Lernprozess.
Man muss natürlich auch drauf achten, über welche Themen man schreibt. Erscheinen nur Blogartikel, die faktisch keinen Menschen in Deutschland interessieren, so wird sich auch kein Erfolg einspielen. Hier sollte man einfach Kollegen beobachten, die schon länger einen Blog verfassen und sich ganz grob daran orientieren, aber auch seinen eigenen und authentischen Stil pflegen.
Wir sehen die Erfolge auch an unseren Besucherzahlen auf der Homepage. Waren es zu Beginn vielleicht 10 Besucher am Tag, liegen wir derzeit bei fast 1.000 User, welche unsere Seite und somit unseren Blog besuchen. Das war jetzt aber ein stetiger Prozess über knapp fünf Jahre. Dann ist es irgendwann auch ein fortlaufender Prozess. Google findet die Neubeiträge gleich besser, da Google den Blog schon kennt und salopp gesagt für gut befindet. Das ist bei einem völligen Neustart zu Beginn natürlich schwieriger.
Welche Fehler haben Sie anfangs gemacht?
Fehler kann man nicht direkt sagen, denn aus Fehlern kann und sollte man lernen und seine künftigen Schlüsse daraus ziehen. Es ist ein stetiger Prozess, welcher nicht linear abläuft. Es wird auch Rückschläge geben (= keine Aufmerksamkeit / Anfragen), aber gerade dann muss man am Ball bleiben und nicht verkrampfen.
Wenn wir aber im Nachhinein etwas anderes machen würden, fallen uns folgende Punkte ein:
Welche drei Haupttipps würden Sie jemandem geben, der mit einem Blog durchstarten will?
Erstens: Jeder Blogger muss seinen eigenen Stil finden mit eigenen Texten: Der Blick über den Tellerrand ist sehr wichtig und man kann sich viel Anregungen holen. Aber letztendlich muss das Geschriebene authentisch rüberkommen. Wenn jemand eher der lässige Typ mit Hemd und Jeans ist, dann wäre es doch sehr komisch für seine Kunden, wenn er sie plötzlich mit Anzug und Krawatte empfängt? Die Pflege des eigenen Stiles ist somit eine enorm wichtige Aufgabe.
Was in unseren Augen gar nicht geht: Gekaufte Artikel von bekannten Plattformen oder noch schlimmer: Eine 08/15-Homepage mit standardisierten Blogartikeln von fremden Verfassern, die auch geschätzt 2.000 andere Internetseiten pflegen werden. Das mag weder Google noch sind die Texte in der Regel ansatzweise passend für seinen eigenen Typ als Vermittler. Null Authentizität trifft es eher.
Zweitens: Fokussieren Sie sich auf wenige Themen und spezialisieren Sie sich: Die meisten Versicherungsvermittler sind Einzelkämpfer in der Branche, bieten aber dennoch einen Bauchladen an Finanz- und Versicherungsprodukten an. Wir denken, es versteht sich von selbst, dass man dann nicht überall eine tiefgehende Fachkenntnis besitzen kann. So würde es auch über den Blog rüberkommen. Hier eine 08/15-Geschichte über die Privathaftpflicht, dort eine Story über die Wichtigkeit der Berufsunfähigkeitsversicherung und dann noch etwas über das Thema Bausparen. Nein, so bekommt man keinen Expertenstatus als alleiniger Makler. Der User des Blogs muss sie als Experte in dem Bereich wahrnehmen können.
Lieber wenige Sparten, immer wieder gemischt mit Infos aus dem eigenen Unternehmen – so wäre unsere Empfehlung. Ist man mittlerweile ein größeres Maklerbüro, so können die Themen aber natürlich auch breiter gestreut werden, denn die Mitarbeiter werden sich sicherlich in einzelne Bereiche spezialisieren. Dies steigert dann auch wieder die öffentliche Reputation.
Drittens: Schreibe die Beiträge für deine Interessenten und Kunden, nicht für Google oder als Vertriebler: Die Beiträge sollen ein Problem lösen und Informationen geben. Wie interessant sind dann Nachrichten, die einem ständig um die Ohren fliegen wie „Unsere Kfz-Versicherung ist die billigste“ oder „Sorgen Sie endlich für Ihr Alter vor“. Das interessiert doch niemanden und schreckt eher ab.
Wenn sie zum Beispiel stark im Sachgeschäft tätig sind, dann sind Schadenfälle nahezu Alltag. Nehmen Sie sich interessante heraus und bloggen Sie darüber. Immer und immer wieder. Somit wird man als Experte für den Bereich wahrgenommen.
Bitte auch nicht krampfhaft darauf achten, dass unbedingt drei Keywords – welche Google erkennen soll – permanent benannt werden. Dann wird der Text faktisch unleserlich. Die Texte sollen für den Interessenten und Kunden geschrieben werden, nicht für eine Suchmaschine.
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