Wie teuer wäre eine KFZ-Versicherung für Filmautos? Eine schöne Frage, der sich die Analysten von Verivox gewidmet haben. Wir geben den Text hier wieder. Die folgenden fünf Filmfahrzeuge haben sich die Analysten angeschaut.
Er spricht, fuhr in den 1980ern schon vollautonom und kostet einen 45-jährigen Berliner im Schnitt der fünf günstigsten Tarife 1.011 Euro im Jahr für die Vollkasko-Versicherung: K.I.T.T. aus der Kultserie „Knight Rider“. Das zugrundeliegende Modell, ein Pontiac Firebird Trans Am, war auch auf dem deutschen Fahrzeugmarkt erhältlich – wenn auch nicht serienmäßig mit künstlicher Intelligenz ausgestattet. KI, Sprechfähigkeit und diverse weitere von K.I.T.T.s Fähigkeiten sind ohnehin (noch) nicht als Sonderausstattung versicherbar.
Sprechen kann auch dieser Filmheld, allerdings nur über das eingebaute Radio: Bumblebee aus den Transformer-Filmen. „Dargestellt“ wird der gelbe Autobot von einem Chevrolet Camaro – zunächst ein 1979er-, dann ein 2009er-Modell. Letzteres war auch für deutsche Straßen zugelassen. Die Vollkasko für den Chevy kostet den Modellfahrer im Schnitt 916 Euro. Richtig gut geschützt fühlt sich Bumblebee aber vermutlich nur, wenn das Autoradio zum Neupreis erstattet wird. Tarife, die diese Leistung neben weiteren Extras umfassen, kosten dann 457 Euro mehr.
Der Urvater aller Autos mit Superkräften: Herbie aus dem Film „Ein toller Käfer“. Dass es sich dabei um einen der legendären VW Käfer handelt, ist auf den ersten Blick – und aus dem Filmtitel – ersichtlich. Dass er 1963 gebaut wurde, erfährt man in der fünften Verfilmung. Solch ein Modell versichert der Berliner Fahrer für 239 Euro jährlich und damit um 321 Euro günstiger als einen VW Golf VIII – quasi Herbies Urenkel.
„Mit einer Oldtimer-Versicherung sind ältere Fahrzeuge günstiger und mit einer höheren Deckungssumme versichert“, sagt Aljoscha Ziller, Geschäftsführer Verivox Versicherungsvergleich. „Allerdings sind die Bedingungen strikter als bei der regulären KFZ-Versicherung: Das Auto muss in einem originalen und guten Zustand sein, was Besitzer mit einem Gutachten belegen müssen, sie dürfen eine geringe Jahresfahrleistung nicht überschreiten und nicht im Alltag genutzt werden.
Deutlich weniger Persönlichkeit als Herbie, aber etwa die gleiche Größe haben die Mini Cooper aus „The Italian Job“. Drei im Fahrwerk verstärkte Modelle dienen einer Diebesbande zum Abtransport schwerer Goldbarren. Die professionellen Panzerknacker verlangen ihren Flitzern einiges ab: Sie rasen mit ihnen durch U-Bahnschächte und einen Bahnhof. Eine Vollkasko ist da unverzichtbar, eine hohe Deckungssumme (mindestens 100 Millionen Euro) ebenso. Zusammen macht das 475 Euro Jahresbeitrag. Dass die Versicherung wirklich alle Schäden an der Nahverkehr-Infrastruktur übernimmt, ist allerdings unwahrscheinlich.
Rasant sind auch sie unterwegs: Die Gang rund um Dominic Toretto und Brian O’Conner aus der Fast-&-Furious-Reihe. Ihre Sonderausstattungen sollten die Tuning-Profis unbedingt mitversichern, auch wenn ein Einschluss der Lachgaseinspritzung schwierig sein dürfte. Bei illegalen Straßenrennen und LKW-Überfällen endet der Versicherungsschutz ohnehin. Dennoch dürfte jeder Versicherungsmakler seine wahre Freude haben an dem Fuhrpark, der im Laufe der elf Filme zusammengekommen ist. Für den Mitsubishi Eclipse, den Brian im ersten Rennen fährt, kostet der Rundumschutz inklusive 10.000 Euro Sonderausstattung 592 Euro im Jahr.
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