„Versicherer müssen neue Absicherungsformen finden“

Jeder dritte Deutsche fühlt sich im Straßenverkehr nicht sicher

Die Welt der Mobilität ist seit Jahren im Wandel, und nicht jeder ist glücklich darüber. Einer Studie zufolge fühlt sich fast jeder dritte Deutsche im Straßenverkehr nicht sicher. Schuld daran sind das erhöhte Verkehrsaufkommen, neue Fortbewegungsmittel und fehlende Hygieneregeln. „Versicherer müssen neue Absicherungsformen finden“, schließen die Autoren daraus – und haben drei Vorschläge parat.
Reger Straßenverkehr in Berlin
© picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Michael Sohn
Viel los in Berlin: Viele Bundesbürger fühlen sich auf deutschen Straßen nicht sicher.

Fast jeder dritte Bundesbürger fühlt sich im Straßenverkehr unsicher – ältere Menschen dabei häufiger als jüngere. Das zeigt eine Studie im Auftrag der Nürnberger Versicherung. So macht sich die Verunsicherung vor allem bei der Generation 55plus bemerkbar.

„Die Herausforderung ist komplex, den Menschen heutzutage das Gefühl zu vermitteln, sicher unterwegs sein zu können“, erklärt Sebastian Madeja von der Nürnberger Versicherung.

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Dabei sei das Bedürfnis der Bevölkerung nach Schutz groß: Rund 30 Prozent der Menschen haben laut der Studie Angst, durch die neuen Fortbewegungsmittel, wie zum Beispiel E-Bikes oder E-Roller, verletzt zu werden. Wobei die Aussage bei Städtern eher zutrifft (35 Prozent) als bei Bewohnern ländlicher Gebiete (27 Prozent). Zudem gaben sechs von zehn Personen an, seit Corona mehr Wert auf Hygiene im öffentlichen Nahverkehr zu legen.

Für Madeja ist klar:

Wir Versicherer müssen neue Absicherungsformen finden und unseren Kunden Versicherungsschutz während deren gesamten Mobilität unabhängig des Fortbewegungsmittels anbieten. Dazu sind auch neue Wege zu beschreiten und verstärkt Kooperationen im Mobilitätssektor einzugehen.

Eine solche Möglichkeit wäre eine Art Streckenversicherung, die, unabhängig vom Fortbewegungsmittel, eine Strecke versichert, die der Kunde zurücklegt. Jeder fünfte Befragte würde sich damit sicherer fühlen.

Ein weiterer Vorschlag der Nürnberger ist eine Versicherung im Nachgang. Diese würde bei über 30 Prozent der Bevölkerung dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis Rechnung tragen. Hierbei schließt der Versicherungsnehmer erst nach einem Unfall einen Vertrag ab. Auch eine Hygieneversicherung würde das Sicherheitsgefühl positiv beeinflussen, meint knapp ein Drittel der Befragten – quasi eine Versicherung, die leistet, wenn sich der Kunde mit einem Virus infiziert.

Die Studienergebnisse legen jedoch nahe: Über entsprechende Mobilitätspolicen würden sich vor allem die jüngeren und mittleren Generationen (18 ­bis 39 Jahre) freuen. Eklatante Unterschiede zwischen Stadt und Land waren nicht zu erkennen.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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