Deutsche KFZ-Versicherer haben im vergangenen Jahr rund 2 Millionen Glasbruchschäden an kaskoversicherten Autos reguliert und dafür die Rekordsumme von 1,7 Milliarden Euro gezahlt.
„Der Austausch oder die Reparatur der Verglasung wird immer teurer: 2023 kostete ein Schaden im Durchschnitt 838 Euro, fast 10 Prozent mehr als im Vorjahr“, sagt Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Gesamtverbands der Versicherer (GDV).
Für die Preissteigerung sieht der GDV drei Gründe:
Die deutschen KFZ-Versicherer hatten im vergangenen Jahr aufgrund der stark gestiegenen Reparaturkosten einen Verlust in Höhe von über 3 Milliarden Euro erzielt. Für dieses Jahr rechnen die KFZ-Versicherer mit einem weiteren Verlust von rund 2 Milliarden Euro.
Ist die Verglasung am Auto gerissen oder gebrochen, muss sie so schnell wie möglich ausgetauscht werden. Auch einen Steinschlag in der Windschutzscheibe sollten Autobesitzer aus Sicht des GDV umgehend reparieren. Die Kosten dafür trägt die Voll- beziehungsweise Teilkaskoversicherung. Auf den persönlichen Schadenfreiheitsrabatt hat ein Glasbruchschaden keinen Einfluss.
Die steigenden Preise für Ersatzteile und Lohnkosten für KFZ-Mechatroniker machen auch vor den KFZ-Haftplichtversicherern nicht Halt.
„Im vergangenen Jahr betrug der durchschnittliche Sachschaden in der KFZ-Haftpflichtversicherung eines Autos rund 4.000 Euro – 2013 waren es noch 2.500 Euro“, sagt Asmussen vom GDV. Und das Quasi-Monopol der Autohersteller befeuern die steigenden Preise zusätzlich. Denn der sogenannte Designschutz schützt das Design aller sichtbaren Karosserie-Ersatzteile wie Kotflügel, Motorhauben, Außenspiegel oder Türen.
Wie sich die höheren Kosten auf Prämien der KFZ-Versicherung auswirken, müsse allerdings jeder Versicherer selbst entscheiden, so Asmussen.
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