Die deutschen Versicherer raten Autofahrern, in den kommenden Wochen besonders auf Wildtiere zu achten. Im April und Mai sei die Gefahr eines Wildunfalls höher als in jeder anderen Jahreszeit. Gerade in den Morgenstunden während der Dämmerung gelte es, in Waldabschnitten und an Feldrändern vorsichtig zu fahren und bremsbereit sein.

„Gedrosselte Geschwindigkeit und Wachsamkeit verringern den Anhalteweg sowie die Wucht, mit der über die Straße springendes Wild in den Pkw einschlägt“, sagt die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach. Fahrer sollten abblenden und bremsen, wenn sie Wildtiere auf der Straße sehen. Mit der Hupe könnten die Tiere in der Regel verscheucht werden.
Ist ein Aufprall nicht vermeidbar, sollte eine Vollbremsung mit festgehaltenem Lenkrad erfolgen, rät der GDV. „Riskante Ausweichmanöver sind nicht ratsam. Die Kollision mit einem anderen Auto oder einem Baum ist in der Regel gefährlicher als der Zusammenprall mit einem Wildtier“, sagt Käfer-Rohrbach.
Im Jahr 2021 zählten die deutschen KFZ-Versicherer rund 284.000 Wildunfälle mit kaskoversicherten Autos. Dabei entstanden Schäden in Höhe von 940 Millionen Euro – mehr als 3.300 Euro pro Unfall.

Ist es doch zu einem Wildunfall gekommen, sollten Fahrer folgendes tun:
Schäden am eigenen Auto, die durch Haarwild wie Rehe und Wildschweine verursacht werden, begleicht die Voll- oder Teilkaskoversicherung. Einige Versicherer haben ihren Schutz zusätzlich auf Unfälle mit bestimmten weiteren oder auch Tieren aller Art ausgeweitet. Auf den persönlichen Schadenfreiheitsrabatt hat ein Wildschaden keinen Einfluss.
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