Die steigenden Sozialabgaben belasten die Unternehmen hierzulande erheblich. Erstmals rangieren sie auf Platz eins der Größte-Sorgen-Liste. 87 Prozent der Unternehmer befürchten sogar weitere Anstiege. Auf Platz zwei folgt die Bürokratie (83 Prozent), auf Platz drei die Verkrustung des Arbeitsrechts (78 Prozent).
Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Verbands „Die Familienunternehmer“. 936 Mitglieder nahmen daran teil.
Bei der wirtschaftlichen Erwartung zeigt sich eine leichte Erholung. 38 Prozent der Unternehmer erwarten für 2026 ein Wachstum ihres operativen Geschäfts – gegenüber 31 Prozent im Vorjahr. In Sachen Arbeitsplätze bleibt die Lage angespannt: 25 Prozent der Befragten planen Stellenstreichungen, 21 Prozent Neueinstellungen, 24 Prozent der Unternehmen bilden nicht aus.
„Dass ein weiterer Anstieg der Lohnzusatzkosten erstmals auf Platz eins der Sorgenliste unserer Unternehmer steht, zeigt, wie dringend die Bundesregierung hier mit Reformen beginnen muss“, sagt Marie-Christine Ostermann, Präsidentin der Familienunternehmer. „Wir erwarten eine klare Strategie, wie die Koalition aus CDU, CSU und SPD die Wirtschaftswende wirklich auf den Weg bringen will und Arbeitnehmer und Unternehmen entlastet – sowohl beim Thema Steuern als auch bei den Sozialabgaben.“
Die ab 2028 geplante Senkung der Körperschaftsteuer von 5 Prozentpunkten über fünf Jahre müsse vorgezogen werden, fordert die Verbandschefin. Für die Personengesellschaften müssen äquivalente Senkungen bei der Einkommensteuer erfolgen. Der Anstieg der Sozialversicherungsbeiträge müsse durch Reformen auf der Ausgabenseite „sofort gestoppt“ werden. Ostermann: „Diese Lohnzusatzkosten dürfen keinesfalls weiter steigen, sondern müssen bald sinken. Unsere Mitarbeiter müssen von ihrem Bruttolohn mehr behalten.“
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