Krieg in der Ukraine

Versicherer sehen erhöhtes Cybercrime-Risiko für Unternehmen

Wegen des Kriegs in der Ukraine rechnen die Versicherer mit steigenden Cyber-Angriffen auf westliche Unternehmen. Die gute Nachricht: Die meisten Cyber-Versicherungen würden in solch einem Fall zahlen. Die schlechte: Es gibt den sogenannten Kriegsausschluss.
Ein Hacker am Werk
© picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack
Ein Hacker am Werk: Westliche Unternehmen könnten bald vermehrt zum Ziel russischer Cyberkrimineller werden.

Vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine warnt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vor einem gestiegenen Risiko von Cyber-Angriffen. „Die westliche Welt reagiert auf Russlands Krieg zu recht mit harten wirtschaftlichen Sanktionen“, schreibt der Verband auf seiner Internetseite. Es sei nicht ausgeschlossen, dass es im Zuge dessen auch zu Cyber-Attacken aus Russland heraus auf deutsche Unternehmen komme.

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Vermehrte Schäden sähen die Unternehmen allerdings noch nicht, schreibt der GDV weiter. Und auch bei der Frage, ob handelsübliche Cyber-Versicherungen solche Angriffe übernähmen, gibt der Verband Entwarnung: Bei Cyber-Attacken könne in den allermeisten Fällen die Identität des Angreifers nicht festgestellt werden.

Ausnahme: Kriegsausschluss

Etwas anderes gelte nur bei offiziellen Kriegshandlungen: „Dann greift der in der Regel in den Cyber-Policen vereinbarte Kriegsausschluss“, ergänzt der GDV. Nach den GDV-Musterbedingungen müsste der Versicherer dafür jedoch eine Kriegshandlung nachweisen. Könne er diesen Nachweis erbringen, etwa mittels eines Bekenntnisses des angreifenden Staates, greife der Ausschluss. Aktuell sei dem GDV allerdings „kein solcher Fall bekannt“.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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