Rating 2026

Franke und Bornberg sieht Betriebshaftpflicht im Aufwind

Das Rating für die Betriebshaftpflichtversicherung ist mit 1.600 Tarifen für zwölf Branchen für die Analysten von Franke und Bornberg zweifellos ein ziemliches Brett. Allerdings mit einer insgesamt guten Nachricht für die Branche.
Steine schneiden auf der Baustelle: Franke und Bornberg bewertete Betriebshaftpflichtpolicen, auch für die Baubranche
© neelam279 / Pixabay
Steine schneiden auf der Baustelle: Franke und Bornberg bewertete Betriebshaftpflichtpolicen, auch für die Baubranche

Mit der Betriebshaftpflichtversicherung geht es offenbar aufwärts. Wie das aktuelle Rating der Agentur Franke und Bornberg zeigt, legte in einigen Branchen die Zahl der Top-Tarife zu. Gleichwohl bleiben die Unterschiede groß.

Zugleich räumen die Analysten die (unter Maklern natürlich bekannten) Grenzen solcher Ratings ein. „Ein Rating nimmt niemandem die Entscheidung ab, aber es zeigt, wo die Unterschiede liegen. Wer bei der Betriebshaftpflicht nur auf den Preis schaut, spart womöglich an der falschen Stelle. Die Rechnung kommt dann im Schadenfall“, sagt Rating-Chef Christian Monke.

Das Rating-Verfahren für die Betriebshaftpflicht blieb 2026 unverändert. Kriterien, Gewichtungen und Mindeststandards entsprechen dem Rating-Update von 2025. Damit sind die Ergebnisse direkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Es zeigt sich: Nicht die Kriterien haben sich geändert, sondern die Tarife sind wirklich besser geworden.

In diesem Jahr kamen 1.603 Tarife für zwölf Branchen von 50 Versicherern auf den Tisch. 563 Tarife (35,1 Prozent) erreichten über alle Branchen hinweg die Spitzennote FFF+ (hervorragend). 4,1 Prozent landeten bei F+ oder tiefer, waren also nur bestenfalls „ausreichend“.

Folgende Branchen sind es:

  • Bau
  • Dienstleistung
  • Freie Berufe
  • Gastronomie und Beherbergung
  • Handel
  • Handwerk
  • Heil- und Heilnebenberufe
  • IT-Unternehmen
  • KFZ
  • Landwirtschaft
  • Produktion
  • Vereine

Alle Ergebnisse können Sie hier kostenlos abrufen.

Zur Methode: Franke und Bornberg prüft Betriebshaftpflichttarife getrennt für zwölf Branchen. Jede hat ihren eigenen Kriterienkatalog mit eigener Gewichtung; je nach Branche umfasst er 66 bis 118 Detailkriterien. Bewertet wird das Standardgeschäft für Betriebe mit bis zu 10 Millionen Euro Jahresumsatz, die überwiegend in Deutschland tätig sind.

„Bei Personenschäden geht es um Schicksale, nicht um Blech“

Mindeststandards sollen die Aussagekraft der Spitzennoten sichern. Für die Höchstnote FFF+ muss die Deckungssumme für Personen- und Sachschäden in allen Branchen mindestens 10 Millionen Euro betragen. Für FFF sind mindestens 5 Millionen Euro und eine Nachhaftung von mindestens fünf Jahren Pflicht; in Branchen wie Bau, Handwerk, KFZ, Landwirtschaft und produzierendes Gewerbe kommen weitere Mindeststandards hinzu. Unklare Formulierungen legt Franke und Bornberg stets in die für Versicherte ungünstige Richtung aus und bewertet sie dann.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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