Beazley-Studie

Deutsche Firmen sehen sich auf Cyberrisiken gut vorbereitet

Cyberrisiken sind das am stärksten wahrgenommene Einzelrisiko von deutschen Führungskräften. Der Großteil sieht sein Unternehmen gut gegen Angriffe aus dem Netz gerüstet. Die Experten des Versicherers Beazley fürchten, dass die Manager die Risiken unterschätzen.
Hacker vor mehreren Computerbildschirmen mit Code und Sicherheitsdaten.
© Freepik
Symbolbild Hacker: Der Versicherer Beazley sieht eine wachsende Diskrepanz zwischen dem Vertrauen von Unternehmen in ihre eigene Widerstandsfähigkeit und der tatsächlichen Cyber-Resilienz des Unternehmens.

Der Versicherer Beazley sieht eine wachsende Diskrepanz zwischen dem Vertrauen von Unternehmen in ihre eigene Widerstandsfähigkeit und der tatsächlichen Cyber-Resilienz des Unternehmens. In seinem Risk & Resilience Report: Cyber Threats & technologische Entwicklungen 2026 bleiben Cyberrisiken das größte von vier Risiken für deutsche Unternehmen aller Größen und Branchen.

32 Prozent der befragten Führungskräfte gaben Cyberrisiken als stärkste Bedrohung für ihr Unternehmen an, unter den größeren Firmen mit einem Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro sind es sogar 36 Prozent. Etwa jede vierte Führungskraft fürchtet vor allem Risiken, die ihr geistiges Eigentum betreffen.

Tatsächlich gut vorbereitet?

Für fast ebenso viele sind disruptive Technologien das zentrale Risiko. Die Sorge vor veralteten Technologien (18 Prozent) ist gegenüber den Vorjahren zurückgegangen.

Während einerseits Cyberangriffe als hohes Risiko eingeschätzt werden, geben andererseits 75 Prozent der befragten Führungskräfte an, sie seien zuversichtlich, dass sich ihr Unternehmen nach einem Cyberangriff finanziell vollständig erholen kann. 80 Prozent halten zudem ihr Unternehmen für gut auf Cyberrisiken vorbereitet.

Die Beazley-Experten befürchten, dass möglicherweise viele die Dynamik und Komplexität der Bedrohungslage unterschätzen.

„Störungen breiten sich schneller aus“

Gesine Froese, Regional Manager Cyber Risks DACH bei Beazley, sieht das besonders kritisch, weil Cyberrisiken immer systemischer werden: „Die öffentlich wirksamen Vorfälle des Jahres 2025 demonstrieren dies eindrucksvoll. Mit der zunehmenden Vernetzung von Unternehmen und dem Einsatz von Technologien wie KI, breiten sich Störungen schneller über Organisationen und Lieferketten hinweg aus, wodurch Vorfälle schneller komplex und schwerer einzudämmen sind.“  

Als ermutigend wertet sie jedoch, dass immerhin 28 Prozent der befragten deutschen Unternehmen planen, stärker in Cybersicherheit zu investieren.

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Autorin

Sabine

Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

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