Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Pflege- und Hilfsmittel sind im vergangenen Jahr erneut deutlich gestiegen. So erstatteten die Kassen ihren Versicherten von März 2021 bis zu diesem Februar 9,8 Milliarden Euro – das sind 550 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einem Fortschreibungsbericht des GKV-Spitzenverbandes hervor, welcher der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) vorliegt.
Es gibt aber eine einfache Erklärung für diese Entwicklung: Innerhalb der vergangenen zwölf Monate haben die Kassen 2.300 neue Hilfsmittel in das Verzeichnis aufgenommen. Diese würden damit erstmals erstattet, schreibt die NOZ. Dazu zählten unter anderem ein halb automatischer Speiseroboter, der die Funktion der Arme übernehmen könne, sowie eine Brille mit Miniaturkamera, die Sehbehinderten vorlesen könne.
Und auch für „selbstbalancierende Rollstühle“ mit Raupenfunktion zahlen die Kassen laut NOZ-Artikel neuerdings. Diabetiker hingegen profitierten vom technologischen Fortschritt in der Insulintherapie – etwa durch die sogenannten AID-Systeme, die Insulin selbst dosierten.
„Die Fortschreibungen sorgen dafür, dass unsere Versicherten Hilfs- und Pflegemittel von hoher medizinischer und technischer Qualität erhalten“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Gernot Kiefer, gegenüber der Zeitung. Viele der neuen Hilfsmittel würden es den Versicherten ermöglichen, unbeschwerter am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
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