Morgen-&-Morgen-Analyse

Private Zahnzusatztarife: 152 Tarife erhalten 5 Sterne

Zahnzusatztarife auf dem deutschen Markt sind weiter hochwertig und differenziert, mit immer mehr Risikotarifen. Zu diesem Fazit kommt die Rating-Agentur Morgen & Morgen in ihrer neuesten Analyse. Die Ergebnisse in der Übersicht.
Frau betrachtet ihre behandelten Zähne: Die Analysten von Morgen & Morgen haben sich den Markt für Zahnzusatztarife genauer angeschaut.
© Holiak / Freepik
Frau lässt sich vom Zahnarzt behandeln: Die Analysten von Morgen & Morgen haben sich den Markt für Zahnzusatztarife genauer angeschaut.

Auf dem deutschen Markt gibt es knapp 250 Zahnzusatztarife. Sie unterscheiden sich vor allem in den Erstattungsquoten. Während viele Policen zwischen 70 und 90 Prozent der Behandlungskosten übernehmen, bieten über zwei Drittel der Anbieter eine 100-prozentige Kostenerstattung. Zu diesem Fazit kommen die Analysten von Morgen & Morgen in ihrem Zahnzusatztarife-Rating.

Versicherer bieten mit ihren Tarifbausteinen ein differenziertes Angebot für verschiedene Lebensphasen. Es reicht von kieferorthopädischen Leistungen über Vorsorgemaßnahmen und den Zahnerhalt bis hin zu Leistungen, die 100-prozentigen Zahnersatz absichern. Auch ästhetische Leistungen wie Bleaching gewinnen an Bedeutung. Das verstärkt den Wettbewerb weiter.

„Das diesjährige Ergebnis bestätigt das hohe Niveau des Marktes: 152 Tarife erhalten die Höchstbewertung von fünf Sternen“, erklärt Thorsten Bohrmann, Senior Versicherungsanalyst bei Morgen & Morgen.

Welche Zahnzusatztarife konkret wie viele Sterne erhalten haben, erfahren Sie in dem Ausklappmenü hier.

Im aktuellen Rating-Jahrgang haben die Analysten von Morgen & Morgen 253 Tarifkombinationen bewertet. Das sind neun Tarife weniger als im Vorjahr, vor allem dadurch bedingt, dass ein Anbieter sein Tarifportfolio umgestellt hat und nun weniger Bausteine anbietet.

  • 152 Tarife haben eine Fünf-Sterne-Bewertung erhalten. Das sind acht Tarife weniger als im vergangenen Jahr.
  • Auch die Vier-Sterne-Bewertungen haben mit 44 Tarifen um drei Tarife abgenommen. Erneut erhalten 36 Tarife drei Sterne.
  • Die Zahl der Zwei-Sterne-Bewertungen bleibt mit 17 Tarifen unverändert.
  • Vier Tarife erhalten in diesem Jahr einen Stern, das sind zwei Tarife mehr als im Vorjahr.
Die folgenden Bedingungen sollten Tarife voll oder eingeschränkt erfüllen, um vier oder fünf Sterne zu erhalten:
  • Der Versicherer verzichtet auf sein ordentliches Kündigungsrecht.
  • Privatärztliche Rechnungsanteile für Zahnersatz wie Prothesen, Brücken und Kronen sind erstattungsfähig.
  • Leistungen für Implantate und Inlays sind erstattungsfähig.
  • Der Versicherer leistet im Zahnbereich auch über die Regelhöchstsätze (2,3-fach) der Gebührenordnung der Zahnärzte hinaus.
  • Der Versicherer verzichtet auf unübliche Einschränkungen beziehungsweise Klauseln, die nicht zu den ratingrelevanten Sachverhalten gehören
Risikotarife auf dem Vormarsch

Ein klarer Markttrend zeigt sich aus Sicht der Analysten bei den so genannten Risikotarifen. Sie machen inzwischen weit mehr als die Hälfte der angebotenen Tarife aus. Sie verzichten auf Alterungsrückstellungen und ermöglichen einen deutlich günstigeren Einstiegspreis. Allerdings können sie mit der Zeit rasch teurer werden. „Hohe Beitragssprünge sind gerade bei jungen Einstiegsaltern üblich. Neben den Leistungen sollte daher auch der Beitragsverlauf in die Entscheidung einfließen“, rät Bohrmann.

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Autorin

Barbara Bocks ist seit 2011 als Journalistin im Wirtschafts- und Finanzbereich unterwegs. Von Juli 2024 bis Dezember 2025 war sie als Redakteurin bei der Pfefferminzia Medien GmbH angestellt.

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