Milliardendefizit in der GKV

Lauterbach schließt erneute Beitragserhöhung nicht aus

Im kommenden Jahr könnte es eine erneute Beitragserhöhung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) geben. Angesichts eines erwarteten Defizits in Höhe von 17 Milliarden Euro ließe sich das „nicht vollständig vermeiden“, sagte kürzlich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.
Karl Lauterbach
© picture alliance/dpa | Christophe Gateau
Ist seit Dezember 2021 Bundesgesundheitsminister: Karl Lauterbach (SPD).

In der Kasse der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) klafft ein großes Loch – gegenüber der Funke Mediengruppe sprach Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kürzlich von einem erwarteten Defizit in Höhe von 17 Milliarden Euro. In der Folge könnten auch die Beiträge 2023 wieder steigen. Dies ließe sich „nicht vollständig vermeiden“, so der SPD-Politiker.

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„Wir werden versuchen, die Lasten auf mehrere Schultern zu verteilen“, so Lauterbach im Interview weiter. Dazu wolle er versuchen, „Effizienzreserven“ zu nutzen, er wolle „die Rücklagen der Krankenkassen anpassen und den Steuerzuschuss erhöhen“. Ohne eine zusätzliche Finanzspritze wären deutliche Beitragssteigerungen hingegen unumgänglich.

Woher das Finanzloch kommt

Als vorwiegende Gründe für das Milliardendefizit nannte er neu hinzu gekommene Leistungen für gesetzlich Versicherte. Außerdem seien mit der Corona-Krise Einnahmen mit noch schwerwiegenderen Konsequenzen weggebrochen. „Die Schere geht immer weiter auseinander“, so Lauterbach weiter. Die Koalition plane deshalb aktuell ein Finanzierungsgesetz für die GKV.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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