Map-Report von Franke und Bornberg

PKV-Rating: Diese drei Krankenversicherer erhalten die Bestnote

Für ihr aktuelles PKV-Rating hat die Rating-Agentur Franke und Bornberg Bilanzdaten und Servicekennzahlen der Jahre 2019 bis 2023 sowie die Bestandsbeiträge im Zeitraum 2000 bis 2024 von 30 Versicherern untersucht. An drei Versicherer haben die Analysten die Höchstwertung vergeben – wobei der Spitzenreiter gewechselt hat.
Ärztin bespricht mit Patient Untersuchungsergebnisse: Beim PKV-Rating von Franke und Bornberg schneiden drei Versicherer mit Bestnote ab.
© Freepik
Ärztin bespricht mit Patient Untersuchungsergebnisse: Beim PKV-Rating von Franke und Bornberg schneiden drei Versicherer mit Bestnote ab.

Seit 24 Jahren überprüft die Rating-Agentur Franke und Bornberg mittlerweile mit ihrem PKV-Rating die Qualität privater Krankenversicherer. Für ihr aktuelles Rating hat sie Bilanzdaten und Servicekennzahlen aus dem Zeitraum 2019 bis 2023 sowie die Bestandsbeiträge im Zeitraum 2000 bis 2024 von 30 Versicherern untersucht.

Das sind die drei Anbieter mit der Bestnote beim PKV-Rating:
  • LVM: 89,00 von 100 Punkten
  • Signal Iduna: 88,85 von 100 Punkten
  • Debeka: 85,70 von 100 Punkten

Bester Anbieter ist in diesem Jahr die LVM. Erstmals seit dem Jahr 2017, als die VGH Provinzial den Gesamtsieg einfuhr, geht damit nicht die Debeka als Gewinner aus dem Rating hervor.

Mit 89 von maximal 100 Punkten setzte sich die Gesellschaft gegen die Mitbewerber durch und erhält die Bestnote  „mmm+“. Während es bei den Bilanzkennzahlen für die LVM mit 27,40 von maximal 30 Punkten ebenfalls für die Spitzenposition reicht, liegt der Versicherer im Service-Teil auf Platz 2 und bei der Vertragsbewertung auf dem dritten Rang.

Auch die Signal Iduna erhält mit insgesamt 88,85 Punkten die Bestnote „mmm+“ und landet auf Platz 2. Mit dem vierten Rang in der Bilanzwertung, Position 7 im Service und einer Goldmedaille im Bereich Vertragsdaten sichert sich der Dortmunder Versicherer mit insgesamt 88,85 Punkten erneut den zweiten Platz.

Die Debeka als bisheriger Seriensieger haben die Analysten ebenfalls mit der höchsten Bewertung ausgezeichnet. Sie erzielt insgesamt 85,70 Punkte und landet auf Rang 3.

Allianz landet im PKV-Rating auf Platz 4

Die Allianz führt das Feld der mit „mmm“ für sehr gute Leistungen bewerteten Versicherer an. Mit 83,8 Punkte verfehlt sie die Spitzengruppe nur knapp. Eine sehr gute Bewertung erreichen außerdem die Alte Oldenburger (82,5 Punkte), VGH Provinzial (82,0 Punkte), R+V (80,5 Punkte), SDK (79,7 Punkte) sowie Concordia (75,2 Punkte).

Das Teilnehmerfeld der mit „mm“ für gute Leistungen bewerteten Unternehmen führt die Württembergische mit 68,1 Punkten an. Auch die Hanse-Merkur (67,7 Punkte) bestätigt das Niveau des Vorjahres und erhält das Prädikat „gut“.

Generell erhöhten die Teilnehmer im PKV-Rating im Jahr 2024 die Beiträge stärker als noch im Vorjahr.

  • Im untersuchten Zeitraum der Jahre 2000 bis 2024 lag die durchschnittliche Beitragserhöhung in der Beispielrechnung eines Angestellten im Branchenschnitt bei 3,9 Prozent pro Jahr.
  • Zum Jahresbeginn 2024 haben die PKV-Anbieter den Beitrag durchschnittlich um knapp 5,3 Prozent erhöht (Vorjahr: 3,5 Prozent).
  • Ein Teilnehmer veränderte die Beiträge nicht nennenswert. Bei den weiteren Versicherern schwankten die Erhöhungen zwischen 1,6 und 15,9 Prozent.

Wie es 2025 in der PKV weitergehen wird, lesen Sie hier.

Elf Gesellschaften lieferten Daten für das PKV-Rating

In ihrem PKV-Rating untersuchen die Analysten von Franke und Bornberg die Anbieter von Krankheitskostenvollversicherungen in den Bereichen Bilanz, Service sowie Vertrag nach klar definierten Kriterien. Jedem Kriterium ist eine maximal erreichbare Punktzahl zugeordnet.

  • Elf Gesellschaften mit rund 42 Prozent Marktanteil lieferten in diesem Jahr die für das Rating erforderlichen Daten.
  • Zu den weiteren 19 Gesellschaften, die keine Antworten beigesteuert haben, hat der Map-Report die öffentlich zugänglichen Bilanzkennzahlen sowie Beschwerdequoten ausgewertet.

Zehn Bilanzkennzahlen, fünf Servicequoten zuzüglich einer Bewertung des Gesundheitsmanagements, der Transparenz, Entwicklungen der Bestandsbeiträge in den Bereichen Vollkosten- und Restkostenversicherung sowie in der stationären Zusatzversicherung nebst Vertrags-Flexibilität bilden das Gerüst für die Bewertung im Rating.

Bei den Vertragskennzahlen untersuchten die Analysten Vertragsverläufe jeweils für den Zeitraum von dem Jahr 2000 bis 2024 und für die Jahre 2005 bis 2024. Dabei flossen außerdem prozentuale und absolute Beitragsentwicklung in die Bewertung mit ein. Die Bilanz- und Servicekennzahlen untersuchten die Analysten über die vergangenen fünf Geschäftsjahre.

Mehr zum Thema

Private Krankenversicherung: Was sich 2025 ändert

In vielen Versicherungssparten steigen auch im kommenden Jahr die Beiträge, warum sollte das in der…

Was tun, wenn der 55-jährige PKV-Kunde zurück in die GKV will?

Alle Jahre wieder heißt es: Die private Krankenversicherung (PKV) sei zu teuer, im Alter würde…

Neue Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt bei 73.800 Euro

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze erhöhte sich in diesem Jahr auf 73.800 Euro. Das geht aus dem Beschluss…

Autorin

Barbara Bocks ist seit 2011 als Journalistin im Wirtschafts- und Finanzbereich unterwegs. Von Juli 2024 bis Dezember 2025 war sie als Redakteurin bei der Pfefferminzia Medien GmbH angestellt.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia