Für die Versorgung von Hartz-IV-Empfängern fällt bei den Krankenkassen jährlich eine bestimmte Summe an, die sie zum Teil vom Staat erstattet bekommen. Wie ein aktuelles Gutachten des Bundesgesundheitsministeriums zeigt, hat der Bund der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aber deutlich zu wenig Geld überwiesen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Die Überweisungen des Staates deckten laut Bericht nur 38 Prozent der bei den Kassen anfallenden Ausgaben für Arbeitslosengeld-II-Bezieher, Aufstocker und Arbeitslose ab. Pro Jahr komme so ein Minus von 9,6 Milliarden Euro zustande. Pro Kopf falle monatlich ein Betrag von 290 Euro an. Die Regierung zahlte den Kassen aber nur 100 Euro.
„Wir hoffen, dass die kommende Regierung das Problem der unzureichenden ALG-II-Beiträge angeht und nicht länger Lasten des Staates zur Existenzsicherung bedürftiger Menschen in Milliardenhöhe den GKV-Beitragszahlern aufgebürdet werden“, sagt die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer gegenüber der Zeitung.
Genug Geld scheint der Staat zumindest zu haben, wie die Zahlungen an die private Krankenversicherung zeigen: „Dort werden bis zu 341 Euro monatlich gezahlt“, so Pfeiffer.
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