„Wir erwarten, dass die Kliniken nicht länger auf Kosten des Personals sparen, sondern endlich genügend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. Schließlich werden die Personalkosten inklusive der Tarifabschlüsse voll und ganz durch die Krankenkassen getragen.“ Das sagte Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbands, gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.
Woher kommt die Forderung? Das erklärt ein Blick auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. Sie zeigen, dass die Krankenkassen rund 700 Millionen Euro mehr an die Kliniken überweisen, als deren Kostensteigerungen ausmachen.
Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, wehrt sich gegen diese Art der Rechnung: „Die Kosten im nächsten Jahr sind von seit Jahren anhaltenden Personalkostensteigerungen geprägt, deren Dynamik weder von der Grundlohnrate noch von dem Orientierungswert – beides vergangenheitsbezogene Werte – erfasst wird.“
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