Experten erwarten deutliche Zunahme

Gesundheitsausgaben auf rund 391 Milliarden gestiegen

Die Ausgaben im deutschen Gesundheitswesen sind 2018 um rund 4 Prozent im Vergleich zu 2017 auf knapp 391 Milliarden Euro gestiegen – Tendenz weiter steigend, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die gesetzliche Krankenversicherung beanspruchte danach 57 Prozent der angefallenen Kosten.
© dpa/ picture-alliance/ perschfoto
Die Gesundheitsausgaben betrugen 2018 etwa 391 Milliarden Euro, so das Statistische Bundesamt. Für 2019 werden 407 Milliarden Euro erwartet.

Im Jahr 2018 lagen die Gesundheitsausgaben in Deutschland bei insgesamt 390,6 Milliarden Euro. Pro Einwohner/in sind das 4.712 Euro. Damit sind diese Kosten um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, wie das Statistische Bundesamt meldete. Einer Prognose für das Jahr 2019 zufolge werden die Gesundheitsausgaben gar 407,4 Milliarden Euro betragen. Das würde einer zusätzlichen Erhöhung um 4,3 Prozent gegenüber 2018 bedeuten, so die aktuellen Schätzungen der Statistiker.

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Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt habe demnach im Jahr 2018 bei 11,7 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte über dem von 2017 gelegen. Mit einem Ausgabenanteil von 56,9 Prozent war die gesetzliche Krankenversicherung auch 2018 größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen. Ihre Ausgaben beliefen sich auf 222,1 Milliarden Euro und lagen somit um 7,9 Milliarden Euro oder 3,7 Prozent über denen des Jahres 2017.

Die privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck waren dananch mit 52,1 Milliarden Euro (13,3 Prozent) der Gesundheitsausgaben zweitgrößter Ausgabenträger. Im Vorjahresvergleich bedeute dies einen Anstieg um 1,7 Milliarden Euro (3,5 Prozent). Der Anteil der sozialen Pflegeversicherung habe 2018 10,1 Prozent betragen. Im Vergleich zum Jahr 2017 verzeichnete sie mit einem Plus von 2,3 Milliarden Euro (6,2 Prozent) auf 39,5 Milliarden Euro den stärksten Ausgabenanstieg.

Auf die privaten Krankenversicherungen entfielen 8,5 Prozent der Gesundheitsausgaben im Jahr 2018. Sie stiegen um 1,6 Milliarden Euro (5,0 Prozent) auf 33,3 Milliarden Euro.

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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Eine Antwort

  1. 1 Auf die privaten Krankenversicherungen entfielen 8,5 Prozent der Gesundheitsausgaben im Jahr 2018. Sie stiegen um 1,6 Milliarden Euro (5,0 Prozent) auf 33,3 Milliarden Euro.

    versus:‘

    2. Ausgezahlte Versicherungsleistungen 28,58 Mrd. Euro

    Quelle PKV Verband!

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