Privat krankenversichern oder in der GKV bleiben? Hauptberuflich Selbstständige haben hier die freie Entscheidung, und zwar unabhängig vom Einkommen. Wenn Sie als Maklerin oder Makler diesen Kundenkreis beraten, können Sie guten Gewissens einen Wechsel in die PKV empfehlen. Für die private Variante gibt es mehrere starke Argumente.
Hohes Leistungsniveau der PKV für Selbstständige
Erster und wichtigster Grund ist das umfangreiche Leistungsangebot. Schnelle Termine beim Facharzt, Zugang zu Spezialisten und modernen, auch alternativen Behandlungsmethoden, hohe Zuzahlungen zu Zahnersatz und Sehhilfen – um nur einige Beispiele zu nennen.
Für junge, gesunde Kunden kommt hinzu, dass sie meist sehr günstige Einsteigertarife abschließen können. Das Argument niedriger Beiträge sollte in der Beratung allerdings nicht im Vordergrund stehen. Prämien werden im Laufe der Zeit steigen – wie allerdings in der GKV auch. Anders als dort, sind die Beiträge für Selbstständige in der PKV aber einigermaßen planbar. Was viele dagegen nicht wissen: Da sich die Beiträge in der GKV nach der Höhe des Einkommens richten, besteht dort immer das Risiko hoher Nachzahlungen. Zunächst werden sie nämlich auf der Basis geschätzter Einkünfte für das kommende Jahr festgesetzt. Verdient der gesetzlich Versicherte dann tatsächlich aber mehr, werden die GKV-Beiträge nachträglich angehoben. Die Differenz muss nachgezahlt werden. Dabei handelt es sich nicht selten um vierstellige Beträge.
PKV für Selbstständige kann flexibel gestaltet werden
Dennoch zögern viele Existenzgründer beim Schritt in die private Krankenversicherung. Das Einkommen ist am Anfang gering, die Aussichten ungewiss. So mancher wartet da lieber erstmal ab, ob er sich mit seinem Geschäft auch wirklich am Markt etabliert. Das alles sind nachvollziehbare Gründe. Doch auch in einem frühen Stadium kann die PKV für Selbstständige bereits eine Option sein.
Hintergrund: Die Tarifvielfalt der Privaten bietet für eigentlich jede Lebensphase die passende Absicherung. So bieten sich für die erste Zeit nach der Gründung günstige Tarife mit Fokus auf solide ambulante und stationäre Versorgung an. Der Verzicht auf bestimmte Wahlleistungen, ein angemessener Selbstbehalt und ein nicht zu hoch angesetztes Krankentagegeld halten die Beiträge ebenfalls im Rahmen. Sollte das Geschäft dann laufen wie gewünscht, ist der Wechsel in einen höherwertigen Tarif der PKV für Selbstständige möglich. Wird frühzeitig ein passender Optionstarif abgeschlossen, sogar ohne erneute Gesundheitsprüfung.