Die Digitalisierung verändert gerade die Versicherungsbranche. Das ist unstrittig. Sie wird Auswirkungen auf den Versicherungsbetrieb haben, genauso wie für den Vermittler. Ob Makler von Fintechs ersetzt werden, ist in gleicher Weise ein Thema wie die Frage, ob Pools mit Fintechs zusammenarbeiten und ihnen den Zugang zu Abwicklungsprozessen geben sollen. Vieles ist noch unklar. Eines steht aber fest: Die Branche sieht neuen Herausforderungen entgegen. Meist ist der Blick dabei auf die Prozesse gerichtet und wie diese elektronisiert beziehungsweise online abgebildet werden können.
Die Elektronisierung ist ein wichtiges Element. Denn sie bildet die Voraussetzung für eine schnelle und schlanke Abwicklung. Sie ist der Motor für Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Kein Wunder, dass alle Anstrengungen unternommen werden, um die notwendigen Online-Abwicklungswege zu schaffen. Dies ist jedoch nur eine Seite der Digitalisierung und in den meisten Fällen noch die einfachere.
Denn bei den anstehenden Veränderungen geht es auch um den Kern des Begriffes selbst. Digital meint die Unterscheidung zwischen „An“ und „Aus“ oder eben – um in Versicherungsanträgen zu denken – „Ja“ und „Nein“. Es geht um das Schaffen von Einfachheit und Nutzerfreundlichkeit. Wenn junge Erwachsene nach einer aktuellen Umfrage von TNS Infratest ihre Versicherungen lieber wie Facebook, Apple und Amazon erleben wollen, statt wie Aldi und IKEA, sind neue Herangehensweisen gefragt.
Gerade in neuen Verkaufsumfeldern wie auf mobilen Endgeräten bedarf es einer anderen Kundenansprache. Aus tausenden Tarifvarianten per Schieberegler auszuwählen ist schon am Computerbildschirm eine mühevolle Angelegenheit. Auf einem kleinen Bildschirm eines Smartphones ist es nicht mehr nutzergerecht. Das Gleiche gilt, wenn eine Vielzahl an Angeboten dargestellt werden soll. Lange Listen schaut man sich am Computer vielleicht noch an, nicht aber auf dem Handy.
Im nächsten Schritt muss die Digitalisierung daher als Vereinfachung elektronischer Antrags- und Vertragsvorgänge weitergedacht werden. Sowohl die Entscheidungsfindung als auch die Präsentation der möglichen Angebote muss einfach, aber dennoch kundengerecht umgesetzt werden. Hier sind vor allem die Produktanbieter gefragt. Die Rolle des Maklers als Berater des Kunden wird es sein, diesen Prozess zu begleiten und seinen Kunden bei der Auswahl des passenden Angebots zu unterstützen. Damit grenzt er sich nicht nur gegenüber reinen Fintech-Vermittlern ab. Im Gegenteil: Er nutzt Technologie für eine gezielte Ansprache und Beratung der Kunden und profitiert durch effizientere Prozesse von der Digitalisierung.
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