„Aber hey, du hast keine Gebühren bezahlt“

Stephan Peters arbeitet sich an „50k“-Beitrag zur Provision ab

Das ARD-Finanzformat „50k“ hat sich vor einigen Wochen mit Kosten und Provisionen für Beratung befasst. Ein Beitrag, der nun auch den Videoproduzent Stephan Peters auf den Plan gerufen hat. Ihm hat es vor allem eine seltsame Rechnung im Zentrum des Beitrags angetan.
Stephan Peters erklärt den „50k“-Beitrag zur Provision.

Es ist noch keine Minute vergangen, da pfeffert Stephan Peters eine Rechnung raus, die den gesamten Beitrag auf den Kopf stellt. Nämlich, dass man trotz Abschlusskosten und höherer laufender Kosten mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung mehr Geld erreichen kann als mit einem kostenlosen ETF-Depot.

„Zumindest, wenn wir mal näher an der Praxis rechnen würden, was ‚50k‘ nicht kann oder nicht will – oder nicht darf“, so der Videoproduzent und ehemalige Vermögensberater.

Es ist nämlich mal wieder so weit. Ein Beitrag des Verbraucherschutzmagazins „50k“ und auf tagesschau.de drehte sich um die Frage, wie viel Vermögen man durch Kosten und Provisionen verlieren kann. In den sozialen Medien wurde schon diskutiert, und auch wir konnten uns einen Kommentar nicht verkneifen. Und nun steuert Stephan Peters auf Youtube seinen Anteil bei.

Wie gewohnt springt er dabei zwischen Teilen aus dem Originalbeitrag und seiner eigenen Sichtweise hin und her. Und allein seine gequälte Mimik lohnt schon das Einschalten.

Wir wollen hier nicht alles wiedergeben, das würde den Rahmen sprengen. Deshalb nur zwei Beispiele:

  1. Zur Abneigung von „50k“ gegen Gebühren: „Wenn du deine Rechtsproblematik allein angehst, zahlst du weniger Gebühren als dein Nachbar, der sich einen Anwalt nimmt. Der gewinnt dann wahrscheinlich gegen dich, aber hey, du hast keine Gebühren bezahlt.“
  2. Zur Vergleichsrechnung von ETF gegen Fondspolice, als „50k“-Moderatorin Naïma Kunze behauptet, dass man nur das zahlt, was der Broker oder die Bank nimmt: „Äh, nein, Abgeltungsteuer, wenn dein Freibetrag mal aufgebraucht ist. […] Noch nie gehört, was ne Vorabpauschale mit deinem thesaurierenden ETF zu tun hat? Dacht‘ ich mir.“

Insgesamt verlegt sich Peters weniger darauf, Fehler in dem Beitrag aufzuzählen. Vielmehr ergänzt er jene Umstände, die unter den Tisch gefallen sind: Dass viele Menschen in einer Welt mit Provisionsverbot (und ausschließlich Honorarberatung) gar keine Beratung mehr bekommen. Dass Menschen zum Berater gehen, weil der Dinge weiß, die sie nicht wissen. Dass Berater ihre Kunden vor Fehlern bewahren, die sämtliche Gebühren überschatten können, zum Beispiel Panikverkäufen.

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Und am Ende dampft er die zentrale Rechnung im Beitrag ein. Denn eigentlich geht „50k“ davon aus, dass ein kostenloser ETF-Sparplan über 200 Euro im Monat über 40 Jahre mit 6 Prozent Rendite eine Summe von 398.000 Euro ergibt.

Peters überführt das in die Praxis:

  • höhere Rendite
  • Kosten für den ETF
  • laufende Anlagekosten
  • 1.500 Euro Startguthaben
  • Umschichtung alle sieben Jahre
  • Sonstige Entnahmen (weil es verfügbar ist)
  • Steuern und Vorabpauschale

Und plötzlich sieht alles etwas anders aus, wie ab Minute 13:20 zu sehen ist.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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