Die R+V Versicherung will sich von ihrer Tochter Condor Leben trennen. Neuer Eigentümer soll die Frankfurter Acathia Capital werden. Wie das „Handelsblatt“ berichtete und die R+V auf Anfrage bestätigt, haben die beiden Firmen eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.
Verhandelt wird nun über den Verkauf eines Portfolios aus rund 219.000 Verträgen mit der Condor LV als Risikoträger. Dazu zählen unter anderem klassische Lebensversicherungen, Neue-Klassik-Tarife, Fondspolicen und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Der Kaufvertrag soll im zweiten oder dritten Quartal folgen. Den Kaufpreis teilt die R+V nicht mit.
Geht alles gut, soll das Policen-Portfolio dann offenbar in eine von Acathia neu geschaffene Run-off-Plattform übertragen werden. Die Condor-Belegschaft wird wohl nicht mit übernommen werden.
Auch über die Gründe teilt die R+V einiges mit. Demnach wolle sie den Verkaufserlös nutzen, um in „andere zukunftsweisende Initiativen in der R+V“ zu investieren. Weitere Verkäufe über die Condor hinaus seien allerdings nicht geplant.
Die größten Geschäftsmöglichkeiten sieht der Konzern jetzt in den Geschäftsfeldern Biometrie (BU-Versicherung), betriebliche Altersversorgung (bAV) und Gesundheit. Weshalb es im Maklergeschäft Personen seit Anfang des Jahres auch nur noch Tarife aus diesen drei Gebieten gebe.
R+V hatte Condor 2008 von der Oetker-Gruppe erworben. 2024 wurde die Sachversicherungsparte der Condor auf die R+V verschmolzen. Condor Leben blieb hingegen – neben dem Leben-Geschäft der R+V – als Tochter der Gruppe bestehen.
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