Statistisches Bundesamt veröffentlicht neue Sterbetafel

So hoch ist die Lebenserwartung in Deutschland

Die Lebenserwartung in Deutschland ist wieder einmal gestiegen. Das zeigt die neue Sterbetafel 2010/2012 des Statistischen Bundesamts. Neugeborene Jungs werden danach im Schnitt 77,7 Jahre alt, Mädchen bringen es auf 82,8 Jahre. Welche Folgen diese neuen Zahlen für die Lebensversicherer haben, lesen Sie hier.
1429736957.Sterbetafel_GDV-1
© GDV
Verkalkuliert: Die Sterbetafeln des Statistischen Bundesamts sind für die deutschen Lebensversicherer zu ungenau.

Laut der „allgemeinen Sterbetafel 2010/2012“ des Statistischen Bundesamts werden neugeborene Jungen im Schnitt 77,7 Jahre alt, Mädchen 82,8 Jahre. Damit ist die Lebenserwartung innerhalb der vergangenen 25 Jahre um 4 Jahre und 9 Monate für Mädchen und um 6 Jahre für Jungs gestiegen.

Für die Lebensversicherer sind diese Zahlen sehr wichtig. Denn sie garantieren ihren Kunden mitunter eine lebenslange Rente – und müssen die steigende Lebenserwartung daher in ihre Produkte einrechnen.

Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Sterbetafel lässt aber keine Rückschlüsse über die Lebenserwartung der nächsten 25 Jahre zu. Sie ist eine Periodensterbetafel und gibt nur Auskunft darüber, wie viele weitere Lebensjahre Menschen eines bestimmten Alters bei unveränderten Rahmenbedingungen im Schnitt noch vor sich haben.

Das ist für die Versicherer zu ungenau, wie die Lehren aus der Vergangenheit zeigen (siehe Aufmacher-Grafik). Versicherer verlassen sich bei ihren Berechnungen daher auf die Generationensterbetafeln der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV). Dabei werden die Sterbefälle eines Geburtenjahrgangs über die gesamte Lebenszeit hinweg betrachtet. Damit wird sowas wie eine steigende Lebenserwartung durch den medizinischen Fortschritt mit berücksichtigt.

Außerdem berücksichtigt die DAV, dass sich die Lebenserwartung der Durchschnittsbevölkerung von der Lebenserwartung im Versichertenkollektiv unterscheidet. Dies liegt unter anderem daran, dass sich gesunde Menschen eher für den Abschluss einer Rentenversicherung entscheiden als Menschen, die krank sind.

Auch „Sicherheitspuffer“ müssen die Versicherer einkalkulieren, um das lebenslange Leistungsversprechen unter allen Umständen einhalten zu können. Haben Versicherungen die Entwicklung der Lebenserwartung zu hoch eingeschätzt, entstehen Risikoüberschüsse, die sie an die Versicherten ausschütten. Gesetzlich ist dabei durch die Mindestzuführungsverordnung geregelt, dass mindestens 90  Prozent der Risikoüberschüsse an die Versicherten ausgeschüttet werden müssen.

Mehr zum Thema

Warum du als Vermittler zu wenig Geld verdienst

Wenn dein Einkommen hinter deinen Möglichkeiten bleibt, liegt das oft nicht am Markt, nicht an…

Bei diesen Sportarten ist das Unfallrisiko am höchsten

Sport macht fit, aber manchmal landet man danach auch in der Notaufnahme. Für das Jahr…

Die Fußball-WM ist gestartet – jetzt zum Tippspiel anmelden!

Die Weltmeisterschaft 2026 ist eröffnet, die ersten Spiele sind vorbei. Sie haben sich noch nicht…

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert