Außer der Klimawirkung

7 ultimative Gründe für eine Photovoltaik-Anlage

Eigene Photovoltaik-Anlagen auf Balkonen werden in Deutschland immer beliebter. Und das zu Recht, denn sie rechnen sich in vielen Fällen innerhalb mehrerer Jahre. Welche sieben Gründe für PV-Anlagen sprechen.
Fachmann prüft Photovoltaik-Anlage: Eine Photovoltaik-Anlage kann sich auch auf einem privaten Balkon rechnen.
© senivpetro / Freepik
Fachmann prüft Photovoltaik-Anlage: Eine Photovoltaik-Anlage kann sich auch auf einem privaten Balkon rechnen.

Der Frühling ist da und die Sonne scheint wieder häufiger, die beste Zeit also für eine eigene Photovoltaik-Anlage. In Deutschland waren bis Ende des Jahres 2023 knapp 3,7 Millionen Photovoltaik-(PV)-Anlagen mit einer installierten Leistung von knapp 82 Gigawatt in Betrieb. Das hat das Team des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme herausgefunden.

Allein im Jahr 2023 wurden erstmals über eine Million neue Anlagen installiert. Vor allem Balkon- und Mini-Anlagen lagen dabei im Trend. Über 293.000 neu gemeldete solcher Anlagen bis 2 Kilowattstunden zählten die Forscher des Instituts. Warum eine Investition in eine eigene Photovoltaik-Anlage sinnvoll sein kann, erklären die Experten von MVV Energie in einem Artikel.

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Diese 7 Gründe für eine Photovoltaik-Anlage gibt es.

Grund 1:  Mit Erneuerbaren Energien schützen Solaranlagen-Betreiber das Klima
Sonne scheint auf ein Feld Foto: wahyu_t /Freepik
Sonne scheint auf ein Feld. Foto: wahyu_t /Freepik

Sonnenenergie steht unbegrenzt und klimaneutral zur Verfügung. Strom aus einer Photovoltaik-Anlage senkt daher die Treibstoffgas-Emissionen. Zwar entstehen Kohlendioxid-Belastungen, wenn Photovoltaik-Module produziert werden. Diese sind im Vergleich zu Strom aus fossilen Energien aber minimal. Während ihrer Nutzungszeit von knapp 20 Jahren emittieren Photovoltaik-Anlagen keine klimaschädlichen Gase. Außerdem entfallen bei der dezentralen Energie-Erzeugung und dem Verbrauch vor Ort die Übertragungswege und damit verbundene Energieverluste.

Grund 2: Mit einer Photovoltaik-Anlage machen sich Betreiber unabhängiger
Frau lädt ihr E-Auto Foto: Senivpetro /Freepik
Frau lädt ihr E-Auto. Foto: Senivpetro /Freepik

Mit einer modernen PV-Anlage nutzen deren Betreiber 20 bis 30 Prozent ihres selbsterzeugten Stroms. Kombiniert mit einem Batteriespeicher und einer Ladestation für das E-Fahrzeug steigt der Eigenverbrauch auf bis zu 70 Prozent, im Sommer sogar auf bis zu 80 Prozent und mehr. Die Batterie kann bei einem Stromausfall zudem die Ersatzstromversorgung übernehmen.

Wenn Personen also einen Umstieg auf ein E-Auto oder E-Bike planen, wird die PV-Anlage mit Speicher und Wallbox zur Tankstelle. So können PV-Anlagen-Betreiber zu Hause überwiegend grünen Strom laden, und das zu deutlich günstigeren Kosten als an öffentlichen Ladestationen.

Grund 3: PV-Anlagen-Besitzer sind unabhängiger vom Marktpreis für Strom
Frau hält Glühbirne in der Hand Foto: Freepik
Frau hält Glühbirne in der Hand. Foto: Freepik

Wer sich für eine Photovoltaik-Anlage interessiert, sollte sich auch immer den sogenannten „Stromgestehungskosten“-Wert anschauen. Dieser Wert bezeichnet den Preis für selbst erzeugten Strom auf Basis der Anschaffungskosten und der erwarteten Stromproduktion. Er beträgt laut Angaben von EnBW oft zwischen 10 und 16 Cent pro Kilowattstunde bei einem Zeitraum von 20 Jahren. Das ist deutlich günstiger als der klassische Netzstrom, der etwa 30 bis 40 Cent pro Kilowattstunde kostet. Auf den Eigenverbrauch fallen außerdem keine zusätzlichen Abgaben oder Steuern an. Mehr Informationen finden Sie hier.

Grund 4: PV-Anlagen-Besitzer erhalten eine Vergütung für den eingespeisten Strom
Mann berechnet Einspeisevergütung Foto: Freepik
Mann berechnet Einspeisevergütung. Foto: Freepik

Den Strom, den Besitzer von Photovoltaik-Anlagen nicht selber verbrauchen, speisen sie in das öffentliche Stromnetz ein. Die aktuelle Vergütung für eingespeisten Solarstrom beträgt 7,94 Cent pro Kilowattstunde. Sie gilt für Photovoltaik-Anlagen, die vom 1. Februar 2025 bis zum 31. Juli 2025 in Betrieb gehen. Die Einspeisevergütung sinkt halbjährlich um ein Prozent. Nächster Stichtag ist der 1. August 2025.

Grund 5: Besitzer von Photovoltaik-Anlagen werten die eigene Immobilie auf
Wohnhaus mit Photovoltaik-Anlage Foto: Wirestock / Freepik
Wohnhaus mit Photovoltaik-Anlage. Foto: Wirestock / Freepik

Eine Photovoltaik-Anlage wirkt sich positiv auf den Energiebedarfsausweis der eigenen Immobilie aus. Der Strom aus der Photovoltaik-Anlage wird monatlich dem bilanzierten Strom für Heizung, Warmwasser und Lüftung gegenübergestellt und angerechnet. Mit einer Photovoltaik-Anlage steigt also der Immobilienwert.

Grund 6: PV-Anlagen-Bauer erhalten eine staatliche Förderung
Handwerker installiert Photovoltaik-AnlageFoto: Prostoleeh / Freepik
Handwerker installiert Photovoltaik-Anlage. Foto: Prostoleeh / Freepik

Bund, Länder und Gemeinden fördern die Installation von Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeichern und Ladestationen. Experten wie die Verbraucherzentralen und die Förderbank KFW klären über aktuelle Fördermöglichkeiten auf.

Grund 7: PV-Anlagen-Besitzer steuern ihre Anlage per App
Ein Mann und eine Frau checken ihr Smartphone Foto: Freepik
Mann und Frau checken ihr Smartphone. Foto: Freepik

Die eigene PV-Anlage, Stromspeicher und Ladestation haben Besitzer auch unterwegs jederzeit im Blick – über das Smartphone oder Tablet. PV-Besitzer können so alle Energieflüsse im Haushalt sehen und etwa die Ladesteuerung für das Elektroauto überwachen.

Autorin

Barbara Bocks ist seit 2011 als Journalistin im Wirtschafts- und Finanzbereich unterwegs. Seit Juli 2024 ist sie als Redakteurin bei der Pfefferminzia Medien GmbH angestellt.

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