Kolumne

„Auf dem Wunschzettel steht ein Carsten Maschmeyer zum Mindestlohn“

Sie sind auf der Suche nach Mitarbeitern, das will aber nicht wirklich gelingen? Vielleicht liegt es an ihrem Jobangebot. Denn viele dieser sind laut Karriere-Spezialist Hans Steup eher suboptimal gestaltet. Die Details erfahren Sie in seiner Kolumne.
© Hans Steup
Hans Steup: Der Betreiber des Portals „Versicherungskarrieren“ spricht sich für realistischere Jobangebote aus.

Bei einer Podiumsdiskussion auf dem Zukunftskongress der Bayerischen hielt ein 50-jähriger Versicherungsmakler eine flammende Rede zur Nachwuchs-Gewinnung. Obwohl sein Sohn und ein weiterer junger Kollege mit ihm arbeiten, mache er sich große Sorgen.

Er sei nicht sicher, ob er weitere Mitarbeiter finde, wenn er welche brauche. Es mangele nicht an Arbeit. Auch nicht an technologischer Vertriebsunterstützung. Aber es mangele an Menschen, die Menschen beraten.

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Damit ist er nicht allein. Tausende Regionaldirektoren, Orgaleiter und Personaler bei Versicherern suchen Mitarbeiter. Hinzu kommen Tausende Agenturen, Maklerbüros und Finanzkanzleien von Vertrieben.

Viele von denen beklagen sich bei mir, weil sie keine oder nicht die passenden Mitarbeiter finden. Manche Arbeitgeber sind sich der Schwere der Aufgabe, Mitarbeiter zu finden, allerdings nicht wirklich bewusst. Ihre Jobangebote sind, ich sage mal, suboptimal. Ihre Bereitschaft, in Aus- und Weiterbildung zu investieren, wenig ausgeprägt.

Maschmeyer zum Mindestlohn

Auf dem Wunschzettel steht ein Carsten Maschmeyer zum Mindestlohn. Eine Verkaufskanone, die Anträge reinschaufelt, unternehmerisch denkt und ehrenamtlich arbeitet, wenn möglich. Und natürlich darf auch die Mitarbeitersuche selbst weder lange dauern noch Geld kosten. Geht’s noch?

Der oben genannte Kollege kennt die Herausforderung. Er tut, was er kann, und bittet Versicherer und Pools um Unterstützung. Er hat verstanden, dass Ausgaben für Aus- und Weiterbildung, für Recruiting und lokale Präsenz als Arbeitgeber (Neudeutsch: Employer Branding) Investitionen ins eigene Geschäftsmodell sind. Und keine Kosten, die er möglichst vermeidet.

Recruiting kostet Zeit, Geld und Nerven

Mitarbeiter zu finden kostet Zeit, Geld und Nerven. Sie aus- und ständig weiterzubilden, kostet Zeit, Geld und Nerven. Es hat einen Grund, warum der Fachkräftemangel es regelmäßig in die Tagesschau schafft.

Wenn Ihnen klar ist, dass Sie Zeit, Geld und Nerven investieren müssen und das auch wollen, dann fordern Sie mehr Unterstützung bei Versicherern und Pools. Oder holen Sie sich einen spezialisierten Dienstleister. Wenn nicht, dann ist Ihnen nicht zu helfen.

Autor

Hans

Steup

Hans Steup ist Versicherungskaufmann und war lange Jahre Vertriebsunterstützer bei der Allianz. Heute betreibt Steup den Spezial-Stellenmarkt Versicherungskarrieren und berät Finanzdienstleister zur Content-Marketing-Strategie und zu Social Media.

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