Betriebliche Altersversorgung

Teile der Union wollen Betriebsrenten-Pflicht einführen

Der Sozialflügel der CDU fordert eine verpflichtende Betriebsrente für alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Denn in vielen Betrieben ohne Tarifverträge gebe es auch keine betriebliche Altersversorgung. Und das treffe gerade diejenigen Bürger, die am dringendsten Geld für die Altersvorsorge zurücklegen müssten. 
© picture alliance/Christophe Gateau/dpa
Karl-Josef Laumann ist Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) und Gesundheitsminister in Nordrhein-Westfalen.

„Es sollte eine Pflicht zur Betriebsrente geben“, so der Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Karl-Josef Laumann, in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ (kostenpflichtig). In Unternehmen, in denen es keine Tarifverträge gebe, fehle auch in der Regel eine Betriebsrente, so Laumann. „Das kann nicht so bleiben.“

 

Gerade diejenigen seien dadurch am schlechtesten abgesichert, die die Vorsorge am dringendsten bräuchten, moniert der Politiker. „Leute, die über 5.000 Euro monatlich verdienen, haben zu 75 Prozent Betriebsrenten, die unter 2.000 Euro verdienen, nur zu 15 Prozent. Da weiß man, wo das Problem liegt.“ Auch beziehungsweise gerade Menschen mit geringen Löhnen bräuchten die Unterstützung der Arbeitgeber bei der Altersvorsorge.

Auch die Rentenpolitiker der Bundestagsfraktion von CDU/CSU arbeiten laut dem Bericht an einem Konzept, dass Betriebsrenten zur Pflicht macht – gerade für Geringverdiener. „Damit diese den Einstieg in die Altersvorsorge überhaupt wagen“, so Peter Weiß, Chef der Arbeitnehmergruppe in der Unionsfraktion. Arbeitgeber könnten etwa für Mitarbeiter, die monatlich bis zu 2.200 Euro verdienen, künftig gesetzlich verpflichtet werden, bis zu 480 Euro im Jahr als Zuschuss zu deren Betriebsrente zu zahlen. Im Gegenzug sollen Arbeitgeber dann bis zu 75 statt 30 Prozent des Zuschusses mit der Lohnsteuer verrechnen können, so das Konzept.

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