Pflegebedürftig – was nun?

Was Betroffene und Angehörige im Pflegefall beachten müssen

Aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der Zahl älterer Menschen steigt auch der Anteil an Pflegebedürftigen in der Gesellschaft. Worauf Betroffene achten müssen, wenn sie auf Pflege angewiesen sind, lesen sie hier.
© dpa/picture alliance
Eine auf Demenzkranke spezialisierte Pflegerin begleitet in Fürth (Bayern) eine ältere Frau: Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland hat sich erhöht.

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland steigt. Im Dezember 2015 waren es knapp 2,9 Millionen Menschen, ermittelte das Statistische Bundesamt. Etwa 9 Prozent mehr als im Dezember 2013. Diese Entwicklung verwundert nicht angesichts der wachsenden Zahl älterer Menschen. Bei den über 90-Jährigen gelten rund 65 Prozent als pflegebedürftig.

Viele Dinge gilt es im Ernstfall zu berücksichtigen

Tritt der Pflegefall ein, sind jede Menge Fragen zu beantworten, Finanzmittel notwendig und Dinge zu tun. Könnte etwa eine Rehabilitationsmaßnahme den Zustand des Patienten bessern? Ist eine Pflege daheim möglich? Müssen eventuell Umbauten am Eigenheim vorgenommen werden? Wenn ja, welche? Sind die Angehörigen physisch und psychisch in der Lage, die Pflege zu übernehmen?

Kommt die Pflege zu Hause nicht infrage, muss eine geeignete Einrichtung gewählt werden. Um den Antrag für Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung gut vorzubereiten, empfiehlt es sich, ein Tagebuch zu führen, in dem die Pflegezeiten notiert werden. Bei der Beantragung des Pflegegrades erhalten Betroffene beispielweise Unterstützung von Sozialdiensten im Krankenhaus, bei der Rehaklinik oder ambulanten Pflegediensten.

Finanziell kann man für den Pflegefall gut vorsorgen

Gerade die Finanzen sind für viele Betroffene dabei eine der größten Sorgen rund um das Thema Pflegebedürftigkeit. Seit Anfang dieses Jahres sind zwar neue Regeln der gesetzlichen Pflegeversicherung in Kraft. Statt der bisherigen drei Pflegestufen gibt es nun fünf Pflegegrade und die Leistungen wurden etwas verbessert. Dennoch reichen die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung oft nicht aus, um die Pflegekosten ganz zu decken.

Eine private Pflegeversicherung kann hier helfen, die entstehende Lücke zu füllen. Und schützt damit auch das eigene Vermögen, wie die selbst genutzte Immobilie oder Sparverträge, vor einem möglichen Zugriff des Staates.

Doch worauf kommt es bei der Produktauswahl an?

Das Thema Demenzerkrankung ist wesentlich bei der Tarifwahl. Denn diese Erkrankung betrifft laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft immer mehr Menschen. Jährlich gibt es rund 40.000 Betroffene. Setzt sich diese Entwicklung fort, könnte es im Jahr 2050 rund 3 Millionen Demenzkranke in Deutschland geben, so die Prognosen.

Ein weiterer Pluspunkt der privaten Pflegeversicherung ist die Möglichkeit, sich zwischen einer stationären Betreuung und der Pflege in den eigenen vier Wänden freier entscheiden zu können. In den unteren Pflegegraden kann der Erkrankte über lange Zeit in der gewohnten Umgebung betreut werden – und das wünschen sich viele.

Auch Einmalzahlungen des Versicherers, etwa, wenn der Pflegegrad erhöht wird, zahlen sich für Versicherte aus – ebenso einmalige Leistungen bei einer unfallbedingten Pflegebedürftigkeit. Eine Beitragsbefreiung im Leistungsfall sollte dabei selbstverständlich sein.

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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