Gehälter in der GKV

Welche Krankenkassen-Chefs am meisten verdienen

Die gesetzliche Krankenversicherung hat im vergangenen Jahr mehr Geld über Beiträge eingenommen, als sie für Gesundheitskosten ausgeben musste. Davon profitierten auch die Chefs der Krankenkassen.
© TK
Jens Baas: Der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse bekam 2017 ein Gehalt von 323.997 Euro.

Zeitgleich mit der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen der gesetzlichen Krankenkversicherung, kommen die Kassen ihrer Pflicht nach und melden die Vergütungen ihrer Vorstände. Ergebnis: Mehr Beitragseinnahmen = mehr Geld für die Vorstandsetagen.

Laut einem Bericht der Ärzte-Zeitung konnte sich Jens Baas von der Techniker Krankenkasse über 323.997 Euro im Jahr 2017 freuen. Das sind 9.437 Euro mehr als 2016.

Beim Vorstandschef der Barmer, Christoph Straub, waren es 288.847 Euro. Er verdiente damit im vergangenen Jahr 8.413 Euro mehr als 2016. Etwas geringer fällt das Plus für den Vorstandschef der DAK-Gesundheit aus. Sein Gehalt wird mit 270.000 Euro angegeben (plus 5.171 Euro).

Auch die Allgemeinen Ortskrankenkassen zahlten ihren Chefs Gehälter in diesen Größenordnungen. Bei der AOK Bayern ergeben fixe und variable Vergütungen rund 272.000 Euro, ein Plus von 16.400 Euro. Die AOK Baden-Württemberg gibt für Christopher Hermann ein Gehalt von 260.000 Euro an (plus 4.500 Euro). Die AOK Hessen zahlt Vorstandschef Detlef Lamm rund 223.000 Euro und bei der AOK Bremen sind es für Olaf Woggan knapp 194.000 Euro.

Unter den Kassenverbänden werden beim GKV-Spitzenverband die höchsten Saläre gezahlt. Bei der Vorstandschefin Doris Pfeiffer waren es 252.000 Euro, 4.500 Euro mehr als 2016. Der Posten der Vorstandschefin des Ersatzkassenverbands, Ulrike Elsner, ist mit 208.000 Euro dotiert. Bei ihrem Kollegen Martin Litsch, Chef des AOK-Bundesverbands, lag das Festgehalt bei 205.500 Euro plus 38.750 Euro variable Vergütung.

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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