Kosten für Pflegestärkungsgesetz

Rentenbeitrag und Steuerbelastung werden steigen

Die Auswirkungen durch das Pflegestärkungsgesetz werden neben der nun anstehenden Erhöhung des Pflegebeitrags zum Januar 2019 auch steigende Rentenbeiträge sowie eine höhere Steuerlast sein. Einem Medienbericht zufolge könnte bereits im Jahr 2023 der Beitrag zur Rente bei 19,6 Prozent liegen.
© dpa/picture alliance
Die Erhöhung des Pflegebeitrags ab Januar 2019 wird steigende Rentenbeiträge mit sich bringen.

Wenn am Mittwoch im Bundeskabinett die Erhöhung des Pflegebeitrags um 0,5 Prozentpunkte beschlossen wird, bedeutet das langfristig auch für die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung eine Steigerung. So schreibt es die Tageszeitung Main-Echo in ihrer Online-Ausgabe. Derzeit ist noch die Rede davon, sowohl das Rentenniveau als auch den Rentenbeitrag zumindest bis zum Jahr 2025 stabil zu halten.

Demnach lässt sich aus dem entsprechenden Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums entnehmen, dass ein höherer Pflegebeitrag rechnerisch das Sicherungsniveau der Rente verringern wird. Dort heißt es, dass künftige Rentenanpassungen höher ausfallen müssten, um das aktuelle Rentenniveau von 48 Prozent zu fixieren.

Die Deutsche Rentenversicherung kommt laut Main-Echo zu einem ähnlichen Schluss. Immerhin müssen die Rentner im Gegensatz zu  Arbeitnehmern, bei denen die Arbeitgeber die Hälfte des Pflegebeitrags in Höhe von 2,55 Prozent übernehmen, den vollen Beitrag zahlen. Das ließe sich nur verhindern, würden die Renten stärker steigen – und damit auch die Rentenbeiträge und der Bundeszuschuss aus Steuermitteln.

Im Gesetzentwurf wird erwartet, dass der Rentenbeitrag bereits im Jahr 2023 bei 19,6 Prozent liegen wird. Der Bundeszuschuss ist daran gekoppelt. 0,7 Milliarden Euro könnten es dem Bundesgesundheitsministerium zufolge im Jahr 2023 sein und zwei Jahre später 1,6 Milliarden Euro.

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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