Kryptowährungen

Bitcoin & Co: Welche Gefahren Anleger kennen sollten

Kryptowährungen etablieren sich zusehends und kommen immer öfter auch als legale Bezahlmethode zum Einsatz. Das macht sie für Verbraucher interessant, aber auch für Cyberkriminelle. Unzureichende Cybersicherheit könnte sogar Auslöser einer erneuten Finanzkrise sein, warnt EZB-Direktor Benoît Cœuré. Anleger virtueller Währungen müssen sich der Risiken bewusst sein.
© Getty Images
Kryptowährungen wie Bitcons – heiß begehrt und nicht immer sicher.

Die Finanzwelt Europas ist heute besser aufgestellt als vor zehn Jahren. Dennoch haben Zentralbanker wie Benoît Cœuré, Direktor der Europäischen Zentralbank, jederzeit die nächste denkbare Krise vor Augen. Laut Interview mit dem Tagesspiegel könnten vielmehr virtuelle Gefahren auf die Finanzwelt zurollen: „Die nächste Krise wird nicht zwangsläufig wieder im Finanzsystem entstehen, so Cœuré: „Sie könnte auch aus einer anderen Ecke kommen. Derzeit konzentrieren wir uns bei der EZB zum Beispiel stark auf Cybersicherheit.“

Aus Sicht der EU-Kommission sind Anlagen in Kryptowährungen trotz aktueller Markt-Turbulenzen ein ebenso wichtiges wie risikobehaftetes Zukunftsthema. Auf dem Radar der EU-Regulatoren stehen in diesem Zusammenhang insbesondere Gefahren durch Hacking und Betrugsmöglichkeiten sowie durch Geldwäsche.

Kryptowährungen: Was Privat-Anleger beachten sollten

Zu den größten Risiko-Faktoren die auch private Anleger betreffen, gehören die starken Schwankungen von Bitcoin und Co von rund 5 bis 10 Prozent an einem Tag. Auch Krypto-Börsengänge, sogenannte Initial Coin Offerings (ICOs) sind Schwachstellen, bei denen Anleger Betrügern aufsitzen können. Denn aufgrund mangelnder Regulierung streben nach wie vor nicht wenige unseriöse Anbieter auf den Markt.

Zudem gilt es bei der Nutzung der elektronischen Geldbörse, der sogenannten Wallet, die zum Senden, Empfangen und Sichern der digitalen Währung zwingend benötigt wird, den dazugehörigen Private Key möglichst sicher zu lagern. Sobald die PIN online eingegeben wird, kann sie theoretisch durch Hacker abgefangen werden.

Genauso wurde beispielsweise vor einigen Monaten der bekannte Kryptowährungs-Investor und Millionär Ian Balina gehackt. In einem Tweet an seine Follower gab er an, verschlüsselte Textversionen seines privaten Schlüssels in Evernote gespeichert zu haben. Um über diesen Weg Zugang zu seinem digitalen Vermögen zu bekommen, hackten Cyberkriminelle einfach ein altes E-Mail-Konto.

Laut einer Twitter-Meldung umfasste das Portfolio des Kryptoinvestors zu dem Zeitpunkt des Posts umgerechnet 2,91 Millionen US Dollar. Sein Schaden belief sich auf umgerechnet über 1,6 Millionen Euro.

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Autor

Anette Bierbaum schreibt seit 2015 als freie Redakteurin für Pfefferminzia. Darüber hinaus unterstützt die gelernte PR-Fachfrau seit über zehn Jahren Medienhäuser, PR-Agenturen und redaktionell geprägte Content-Plattformen.

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