Der Plan der Politik, den Pflegebeitrag zum neuen Jahr zu erhöhen, kommt bei den Arbeitgebern hierzulande nicht gut an: „Die Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung muss vom Arbeitsverhältnis abgekoppelt und auf ein einkommensunabhängiges Prämienmodell umgestellt werden“, so eine Stellungnahme der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), die der Rheinischen Post (Montagsausgabe) vorliegt.
„Ein erster Schritt dorthin könnte darin bestehen, den allgemeinen Beitragssatz festzuschreiben und einen einkommensunabhängigen Zusatzbeitrag für die Pflegekassenmitglieder einzuführen“, schlug die BDA vor. Ein zweiter Schritt könne dann auch die „steuerfreie Auszahlung des Arbeitgeberanteils als Zuschuss zum Bruttolohn“ sein.
Bleibe eine solche Reform aus, drohe spätestens 2022 die nächste Beitragsanhebung, so die Arbeitgeber.
Ihre Erklärung: Sollten die Lohnzusatzkosten zusammen über die 40-Prozent-Gehaltsgrenze steigen, koste das Wachstum und Arbeitsplätze. Pro zusätzlichem Beitragssatzpunkt stünden langfristig 90.000 Jobs auf dem Spiel, erklärt die BDA. Schon die jetzt geplante Erhöhung des Pflegebeitrags belaste die Beitragszahler mit 7,6 Milliarden Euro jährlich mehr.
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