Pfefferminzia: Worauf legen Sie in der Einzahlphase bei Inter Mein Leben besonderen Wert?
Jan Roß: Wie bei der gesamten Produktkonzeption auf Flexibilität. So können Beiträge laufend oder einmalig gezahlt werden. Der Versicherungsnehmer kann bei der regelmäßigen Zahlung jederzeit ohne Grund den Betrag erhöhen, reduzieren oder pausieren. Zuzahlungen sind immer und nahezu unbegrenzt möglich – alles in allem kann bis zum Hundertfachen des ursprünglichen Beitrages aufgestockt werden. Für Einmalbeiträge und Zuzahlungen kann ein individuelles Anlaufmanagement von 3 bis 60 Monaten vereinbart werden. So mindert der „Cost-Average-Effekt“ beim Einstieg in die Kapitalmärkte die Wirkung der Schwankungen durch gleichmäßige Verteilung der Investition auf mehrere Zeitpunkte.
Welche Vermögensaufbaustrategien bieten Sie an?
Kunden können von 100 Prozent Klassik bis 100 Prozent Fonds wählen. Das kann also ein ganz individueller Prozentsatz für das klassische Deckungskapital sein; der Rest geht in Fonds. Diese Beitragsaufteilung nennen wir Sicherungsniveau. Der Kunde kann jederzeit Einfluss nehmen und ganz oder teilweise zwischen beiden Extremen wechseln. Und es stehen bequeme Vermögensaufbaustrategien in den Sicherungsniveaus Defensiv, Ausgewogen und Dynamisch zur Wahl. Damit bilden wir die unterschiedliche Risikoneigung von Kunden ab. Üblicherweise schärft sich mit zunehmendem Alter das Risikobewusstsein und die Risikobereitschaft nimmt ab. Anfangs also mehr Akten und mit zunehmendem Kundenalter wächst die Zuführung in das sichere Deckungskapital. Dies hat auch Charme im Hinblick auf die laufenden Beratungspflichten, die sich aus der Vermittlerrichtlinie IDD ergeben.
Wie sehen Ihre Fondsstrategien aus?
Es gibt rund 50 Fonds, davon sind fast 30 Exchange Traded Funds, kurz ETFs. Insbesondere diese ETFs tragen mit einer Konzentration auf bekannte Indizes durch günstige Kosten zu einer auskömmlicheren Altersversorgung bei. Unsere Fondsstrategien können für sich allein genutzt werden oder ergänzen das klassische Deckungskapital. „Welt Kernmärkte“ ist dabei unsere meistgewählte Fondsstrategie – sie konzentriert sich auf die wesentlichen Industrieländer weltweit.
Ein entscheidender Punkt bei einem langfristig anlegenden Produkt wie der Rentenversicherung, ist die Wertentwicklung. Wie wichtig sind Ihnen Prognosen hierzu?
Uns ist vor allem eine ehrliche Vorausschau sehr wichtig. Unsere Hochrechnungen berücksichtigen für den Teil, der in Fonds steckt, die gewählte Performance. Der Teil, der jedoch in klassisches Deckungskapital investiert wird, wird mit der laufenden Gesamtverzinsung hochgerechnet. Das ist den Kunden gegenüber transparent und fair. Dieser größer werdenden Produktkategorie trägt das renommierte Analysehaus Franke und Bornberg bereits gesondert Rechnung, in der Kategorie „beitragsorientierte hybride Rentenversicherung“.
Und wie steht es mit der Transparenz?
Die Transparenz geht weit über die Hochrechnung hinaus. Indexpolicen mit Cap beziehungsweise Beteiligungsquoten oder dynamische Hybride mit ihren Umschichtungsmechanismen sind weder für Kunden noch für viele Vermittler durchschaubar. Auch eine Einflussnahme ist nicht möglich. Für unsere Kunden dagegen ist die zur Investition stehende Beitragsaufteilung völlig transparent. Für eine gewählte Vermögensaufbaustrategie kann auf Wunsch der Strategieassistent die Aufteilung des Guthabens ausgleichen. So bleibt dieses Verhältnis jederzeit risikoadäquat – für das ganze Vertragsguthaben.
Mit welchen Mitteln unterstützen Sie Makler, Interessenten zu finden und zu Kunden werden zu lassen?
Klassische Werbung erzeugt heute nicht mehr die Resonanz wie früher. Verbraucher leiden quasi an Reizüberflutung und reagieren – wenn überhaupt – nur noch auf für sie relevante Informationen. Ein Makler muss also diese Relevanz bei potenziellen Kunden schaffen. Wir unterstützen ihn dabei zum Beispiel mit unserem Blog. Die Beiträge auf www.deshalbversichern.de beschäftigen sich mit Wissenswertem aus der Versicherungs- und Vorsorgewelt und sind produktneutral formuliert. Makler können die unabhängig recherchierten Artikel und Informationen für ihre Auftritte in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Xing nutzen und dort ihre Sichtbarkeit erhöhen.
Welche Rolle spielt dabei die Marketing-Plattform Digidor?
Dort stellen wir neben anderen Versicherern und Verbänden bereits vorgefertigte Online-Kampagnen zu zahlreichen Sparten zur Verfügung. In einer Form, die jeder Makler mühelos bedienen kann. Er muss nur einmal sein persönliches Profil anlegen und kann fortan alle Kampagnen nutzen. Das funktioniert individuell auf ihn angepasst, also mit seinem Logo und seinen Kontaktdaten. Im Blog deshalbersichern.de gibt es eine Schnittstelle zu Digidor, über die der Makler die guten und relevanten Beiträge teilen kann – und zwar personalisiert. Das bedeutet, dass der Kunde beziehungsweise Interessent die Inhalte nicht offensichtlich von der Inter, sondern von seinem Makler erhält. Das wiederum untermauert seine Kompetenz
Ihr Produkt wurde jüngst vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung, IVFP, ausgezeichnet. Was bedeutet Ihnen dieser Preis?
Diese Auszeichnung zeigt uns, dass wir mit unseren neuen Produkten für die Altersvorsorge auf dem richtigen Weg sind. Vor einem guten Rating ist uns allerdings der Kunde wichtiger. Daher richten wir uns konsequent an seinen Zielen, Interessen und Merkmalen aus. Sie bilden die Basis für die Tarifleistungen. Umso schöner, wenn sich unsere Produktentwicklung insbesondere in besseren Bereichsnoten des IVFP für „Flexibilität“ und „Transparenz und Service“ widerspiegeln.