Cybermobbing

Ein Drittel der unter 30-Jährigen wurde im Netz schon beschimpft

Junge Leute sind besonders häufig Opfer von Pöbeleien im Netz. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Rechtsschutzversicherers Advocard. 36 Prozent der Menschen unter 30 hat es danach schon getroffen.
© Advocard
Cybermobbing trifft insbesondere junge Leute.

Pöbeleien im Netz nehmen immer mehr zu: So haben gut zwei Drittel aller Bürger schon mal mitbekommen, dass eine andere Person im Internet beschimpft oder beleidigt wurde. Die überwiegende Mehrheit (57 Prozent) hat das schon mehrfach beobachtet. Selbst Ziel einer Attacke wurden in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen 36 Prozent; bei den 30- bis 44-Jährigen ist fast ein Viertel betroffen.

Das zeigt eine Umfrage im Auftrag der Advocard, dem Rechtsschutzversicherer der Generali in Deutschland. „Beschimpfungen im Netz scheinen inzwischen zum Alltag zu gehören. Die hohe Anonymität, die räumliche Distanz und geringe Hemmschwellen tragen wahrscheinlich dazu bei, dass dieser Kanal immer öfter zum Frustabbau genutzt wird und die Grenze zwischen einer kritischen Meinungsäußerung und einer tatsächlichen Beleidigung häufiger überschritten wird“, sagt Peter Stahl, Vorstandssprecher bei Advocard.

8 Prozent aller Internet-Nutzer glauben, dass Beschimpfungen im Netz erlaubt sind, 5 Prozent sind sich diesbezüglich nicht sicher. Durchschnittlich 33 Prozent gehen laut der Umfrage davon aus, dass sie im Netz ungestraft ihre Zustimmung zu einer beleidigenden Äußerung ausdrücken dürfen. „Dass diese Menschen sich damit auf rechtliches Glatteis begeben, ist ihnen offenbar nicht bewusst“, so Stahl weiter.

Selbst jemanden im Netz beleidigt haben nach eigener Aussage nur 4 Prozent der Befragten. Bei den 18- bis 29-Jährigen geben das 8 Prozent zu. „Problematisch bei Beleidigungen im Netz ist, dass sie in der Regel öffentlich für alle sichtbar sind und dauerhaft festgehalten werden. Das bedeutet eine andauernde Belastung für die Opfer“, erklärt Psychologin Eva Wlodarek. Die schriftlich oder auf Video festgehaltenen Straftaten böten den Opfern aber auch die Chance, das Unrecht nachzuweisen.

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