Umfrage

Altersvorsorgereform: Vermittler erwarten mehr Beratungsbedarf

Knapp zwei Drittel der Vermittler rechnen mit starken Folgen der Altersvorsorgereform. Das Altersvorsorgedepot gilt als wichtigster Trend. Fondspolicen punkten weiter bei Erbschaft und Steuern.
Beratungsszene: Die Altersvorsorgereform wird die Beratung nach Einschätzung vieler Vermittler deutlich verändern.
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Beratungsszene: Die Altersvorsorgereform wird die Beratung nach Einschätzung vieler Vermittler deutlich verändern.

Die Altersvorsorgereform wird die Beratung nach Einschätzung vieler Vermittler deutlich verändern. 49 Prozent erwarten starke Auswirkungen auf den Beratungsbedarf ihrer Kunden, weitere 14 Prozent sogar sehr starke. Rund ein Viertel sieht kaum Veränderungen, 0,9 Prozent gar keine.

Das ergab eine Umfrage der BBG Betriebsberatung im Auftrag von Liechtenstein Life unter 225 Versicherungsvermittlern im August 2026.

Altersvorsorgedepot treibt an

Als größten Treiber für das Geschäftsmodell unabhängiger Vermittler in den kommenden fünf Jahren nennen die Befragten das Altersvorsorgedepot (58 Prozent). Es folgen die NAV-Vergütung, bei der eine laufende Vergütung an die Entwicklung des betreuten Versicherungsportfolios geknüpft ist, und die KI-Beratung mit jeweils 42 Prozent. Die Beratung zu Fondsportfolios nennen 34 Prozent, regulatorische Anforderungen 28 Prozent und die Vermögensnachfolge im Rahmen einer Fondspolice 24 Prozent.

Fondspolicen sehen Vermittler weiter im Vorteil. Am häufigsten nennen sie die flexible Vermögensübertragung bei Erbschaften und Schenkungen (65 Prozent), gefolgt von steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten (63 Prozent) und der lebenslangen Verrentung (57 Prozent). Der Hinterbliebenenschutz spielt für 29 Prozent eine Rolle, die Absicherung biometrischer Risiken für 22 Prozent. 18 Prozent führen die professionelle Beratung als Argument an.

AV-Depot und Fondspolicen kein Gegensatz

Aron Veress, Geschäftsführer von Liechtenstein Life, sieht Depot und Police nicht im Widerspruch: „Das Altersvorsorgedepot und moderne Fondspolicen sind keine Gegensätze. Sie können sich sinnvoll ergänzen, entscheidend dabei ist der persönliche Bedarf.“

Ein Depot sei in der Regel der ideale Einstieg in die private Vorsorge, Policen eigneten sich dagegen für ein breiteres Leistungsspektrum. Für Vermittler eröffne vor allem das Vermögensmanagement in der Police neue Beratungsansätze, etwa bei Portfolioanpassungen, steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten und der Nachfolgeplanung.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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