Geförderte Altersvorsorge

Altersvorsorgedepot: Nur wenige Sparer wollen Standard

DIA-Umfrage zum Altersvorsorgedepot: Die Mehrheit will Anlageentscheidungen nicht abgeben, sondern selbst fällen. Für Vermittler bleibt Beratung damit ein wichtiger Punkt.
Altersvorsorgedepot nur von der Stange? Kommt nur für wenige infrage
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Altersvorsorgedepot von der Stange? Kommt nur für wenige infrage

Das geplante Standarddepot in der privaten Altersvorsorge trifft nur begrenzt auf Gegenliebe der Bürger. In einer INSA-Umfrage im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) entschieden sich lediglich 10 Prozent für eine vorgegebene Standardvariante, bei der sie selbst keine Anlageentscheidung treffen müssen. Das Standarddepot soll den Einstieg in kapitalgedeckte Vorsorge erleichtern und Sparern Anlageentscheidungen weitgehend abnehmen.

Beratung bleibt gefragt

Fast die Hälfte der Befragten will anders vorgehen: 49 Prozent möchten sich zunächst beraten lassen und danach selbst entscheiden. Weitere 28 Prozent würden ihre Anlage ganz ohne Beratung auswählen. Zusammen wollen damit 77 Prozent die private Altersvorsorge selbst steuern – entweder eigenständig oder auf Grundlage von Beratung.

13 Prozent antworteten mit „weiß nicht“ oder machten keine Angabe. Damit bleibt die vollständig vorgegebene Variante klar Minderheitswunsch. DIA-Sprecher Peter Schwark sagt: „Einfachheit ist ein wichtiges Ziel der Reform. Aber einfach darf nicht mit einheitlich verwechselt werden.“

Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Die Umfrage zeigt auch Unterschiede nach Geschlecht. 32 Prozent der Männer möchten ihre Anlage ohne vorherige Beratung selbst auswählen. Unter den Frauen sind es 24 Prozent. Frauen bevorzugen etwas häufiger den Weg über Beratung mit anschließender eigener Entscheidung: 50 gegenüber 47 Prozent.

Einkommen prägt den Entscheidungsweg

Auch nach Haushaltsnettoeinkommen fallen die Antworten unterschiedlich aus. Unter den Befragten mit weniger als 1.000 Euro möchten 35 Prozent zunächst Beratung nutzen und anschließend selbst entscheiden. Bei Einkommen zwischen 2.000 und 3.000 Euro sind es 58 Prozent.

Befragt wurden vom 16. bis 19. Oktober 2026 insgesamt 2.002 Personen ab 18 Jahren in Deutschland. Die Erhebung erfolgte online, gestützt auf die permanente Telefonbefragung INSA-Perpetua Demoscopia.

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Autorin

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