Der Deutsche Bundestag hat das Frühstartrentengesetz beschlossen. Damit steht ein neues Modell für frühe kapitalgedeckte Altersvorsorge. Zugleich zeigt eine Yougov-Umfrage im Auftrag des GDV: Fast drei Viertel der Eltern bewerten die Frühstartrente positiv. Nur 9 Prozent sind kaum von ihr angetan.
GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen sagt dazu: „74 Prozent der Eltern bewerten die Frühstartrente positiv. Das ist ein starker Rückhalt für den frühen Einstieg in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge.“ Und weiter: „Die Frühstartrente gibt jungen Menschen etwas, das sich nicht nachholen lässt: genug Zeit für den Aufbau ihrer Altersvorsorge. Zugleich können Kinder und Jugendliche am eigenen Rentenkapital lernen, was langfristiges Sparen am Kapitalmarkt bewirken kann.“
Im Mittelpunkt steht aus Sicht vieler Eltern, dass der Vermögensaufbau unabhängig von der finanziellen Lage der Eltern beginnt. 43 Prozent nennen das als einen besonderen Vorzug. Jeweils rund 38 Prozent nennen den Einstieg für Kinder aus Familien, die bislang nicht privat vorsorgen, die Chance auf viele Jahre Kapitalaufbau sowie den frühen Aufbau zusätzlicher Altersvorsorge. 31 Prozent schätzen, dass sich Kinder und Eltern früh mit Geldanlage und Altersvorsorge befassen.
Auch die Zweckbindung findet viel Zuspruch. Gut 70 Prozent* der befragten Eltern finden es gut, dass staatliche Beiträge direkt in einen Altersvorsorgevertrag fließen und grundsätzlich erst im Rentenalter ausgezahlt werden können.
Die staatliche Starthilfe bleibt für viele Eltern nicht der einzige Baustein. 76 Prozent* können sich grundsätzlich vorstellen, zusätzliches Geld für ein Kind im familiären oder persönlichen Umfeld einzuzahlen. 43 Prozent wären zu regelmäßigen Zuzahlungen bereit, weitere 33 Prozent zu gelegentlichen Zahlungen. Nur 6 Prozent schließen das aus. 32 Prozent halten den staatlichen Beitrag von 10 Euro im Monat allerdings für zu gering.
Asmussen sagt: „Der staatliche Beitrag von 10 Euro ist der Einstieg.“ Und weiter: „Jeder Euro, den Eltern, Großeltern, Tanten oder Onkel zusätzlich einzahlen, kann sich später vielfach auszahlen. Die Frühstartrente kann damit weit mehr Vorsorge anstoßen, als der Staat selbst finanziert.“
Vor der Erläuterung des Konzepts kannten viele Eltern das Vorhaben kaum. 38 Prozent hatten von der Frühstartrente gehört und wussten ungefähr, worum es geht. 29 Prozent hatten davon gehört, kannten das Vorhaben aber nicht genauer. Weitere 30 Prozent kannten es nicht. Damit wussten knapp 60 Prozent* wenig oder gar nichts über die Frühstartrente.
Die Frühstartrente startet rückwirkend zum 1. Januar 2026 mit dem Geburtsjahrgang 2020. Für diese Kinder zahlt der Staat bis zum 18. Lebensjahr monatlich 10 Euro in zusätzliche Altersvorsorge ein. Ab 2027 kommt jeweils der Jahrgang hinzu, der dann sechs Jahre alt wird. Kinder, die beim Start bereits älter sind, erhalten keine staatliche Förderung.
Viele Eltern würden das ändern. 54 Prozent wünschen eine möglichst schnelle Ausweitung auf alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren. Weitere 20 Prozent sprechen sich dafür aus, schrittweise mehrere zusätzliche Jahrgänge einzubeziehen. Nur 8 Prozent halten die geplante Ausweitung um einen Jahrgang pro Jahr für ausreichend.
* Zusammengefasster Wert aus mehreren Skalenpunkten
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