Strategie

Afori will sich an Maklerbüros beteiligen

Der KI-Anbieter Afori will Partnerschaften mit Maklerunternehmen eingehen. Afori beteiligt sich mit Wachstumskapital an ausgewählten Maklern, diese werden gleichzeitig Miteigentümer der Afori-Gruppe.
Fabian Wesemann ist Gründer und Geschäftsführer Chef von Afori.
© Afori
Fabian Wesemann ist Gründer und Geschäftsführer Chef von Afori.

Der im vergangenen Jahr gegründete KI-Anbieter Afori entwickelt sich weiter. Das Unternehmen der Ex-Wefox-Manager, Fabian Wesemann und Sergi Banos, will nicht mehr nur versicherungsspezifische KI anbieten, sondern auch eine begrenzte Zahl von Wachstumspartnerschaften mit ausgewählten Maklern eingehen. Afori bringt künstliche Intelligenz (KI), operative Begleitung und Wachstumskapital ein, steigt als Minderheitspartner ein und macht den Makler zum Miteigentümer der Afori-Gruppe. Dieser bleibt Mehrheitseigentümer und Geschäftsführer seines Unternehmens.

Partner sollen sich ergänzen, nicht konkurrieren

Die künftigen Partner der Gruppe sollen so ausgewählt werden, dass sie sich in ihren Schwerpunkten ergänzen und nicht um dieselben Kunden konkurrieren. Betreut werden die Partnerschaften vom neuen Afori-Büro in München. „Im ersten Jahr haben wir gelernt: Je enger wir mit einem Makler zusammengearbeitet haben, desto erfolgreicher war er“, sagt Geschäftsführer Wesemann. „Deshalb konzentrieren wir uns jetzt auf eine begrenzte Zahl an Maklern und unterstützen diese sehr eng mit unserer KI, mit Kapital und mit einem Team, das bei der Umsetzung bei Bedarf mit anpackt.“

Gemeinsam mit dem Makler analysiert Afori den Bestand, findet Optimierungspotenziale sowie Deckungslücken und hebt diese Chancen mit automatisierten, personalisierten KI-Kampagnen. Bei konkreten Wachstumschancen will Afori zusätzliches Kapital bereitstellen. Die Makler erhalten Zugang zu einem Expertennetzwerk und sollen so vom regelmäßigen Austausch auf Augenhöhe mit anderen Partnern profitieren, um sich gegenseitig zu stärken.

Makler-Partner entwickeln Afori-Gruppe mit

Die Makler-Partner sind im Maklerbeirat vertreten und entwickeln die KI-Plattform mit. Die bestehende Marke des Maklers bleibt. Langfristig wird das Maklerunternehmen vollständig Teil der Gruppe. Die Partnerschaft beginnt in einer 90-tägigen Phase, in der das Wachstumspotenzial ausgelotet wird. Der Makler setzt die KI von Afori im eigenen Unternehmen ein und erlebt im laufenden Betrieb, wo Zeit eingespart und Arbeit vereinfacht werden kann.

Gleichzeitig analysieren beide Seiten, welche zusätzlichen Wachstumspotenziale bestehen. Makler und Afori entscheiden dann, ob sie eine langfristige Partnerschaft eingehen wollen. „Der Makler trifft weiterhin autonom seine Entscheidungen. Wir stehen hinter ihm, nicht vor ihm. Wir beteiligen uns am Unternehmen und gehen den Weg gemeinsam,“ sagt Wesemann.

Die Afori-KI-Anwendungen laufen laut Afori derzeit in 40 Maklerhäusern, die dadurch im Schnitt 60 Minuten pro Tag an Zeit sparen, die aktivsten sogar bis zu vier Stunden. Die spezialisierten KI-Agenten von Afori unterstützen unter anderem bei E-Mails, Schadenbearbeitung, Angeboten und im Kundenservice. Sie strukturieren Informationen, bereiten Vorgänge vor und übernehmen wiederkehrende Aufgaben. Dieser Ansatz soll das bestehende Team entlasten, nicht ersetzen.

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