Die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) und die Stuttgarter Versicherungsgruppe haben ihren Zusammenschluss abgeschlossen. Die gemeinsame Gruppe tritt ab sofort unter dem Namen „Die Süd“ auf.
Die neue, auf Personenversicherung spezialisierte Gruppe kommt auf rund 1.600 Mitarbeitende und 1,94 Millionen Versicherungsverträge. Im Geschäftsjahr 2025 buchten die beiden Gruppen zusammen mehr als 1,9 Milliarden Euro Bruttobeiträge, die Bilanzsumme lag bei gut 19 Milliarden Euro. Für 2026 peilt Die Süd mehr als 2 Milliarden Euro Beitragseinnahmen und eine Bilanzsumme von über 20 Milliarden Euro an.
Die Stuttgarter und die SDK werden als Aktiengesellschaften unter dem Versicherungsverein weitergeführt. Alleiniger Aktionär beider Gesellschaften ist der Versicherungsverein Süddeutsche Versicherungen a. G. Oberstes Organ ist die Mitgliedervertretung.
„Mit Die Süd geben wir unserer gemeinsamen Stärke einen Namen. Er ist bewusst einfach und klar. Er steht für unsere Herkunft und Verlässlichkeit, für wirtschaftliche Stärke und Kontinuität“, erklärt Ulrich Mitzlaff, Co-Vorstandssprecher der neuen Versicherungsgruppe und Vorstandsvorsitzender der Süddeutsche Krankenversicherung.
„Wir verbinden mit unserer neuen Struktur wirtschaftliche Stärke mit dem Grundgedanken des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit. Die Süd gehört damit weiterhin ihren Mitgliedern. Diese Kontinuität ist für uns wichtig, weil sie für langfristiges Denken und Handeln steht und dafür, dass die Interessen unserer Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt bleiben“, erklärt Guido Bader, Co-Vorstandssprecher der neuen Versicherungsgruppe und Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter Lebensversicherung.
Bei der Markenarchitektur setzt die Gruppe auf sogenanntes Endorsed Branding. SDK und Die Stuttgarter bleiben im Vertrieb weiterhin die Marken, die im Vordergrund stehen. Ihr Auftritt wird bis etwa Mitte 2027 schrittweise an die neue Dachmarke angeglichen. Der Markenanspruch lautet „Spürbar mehr Lebensqualität“. Gemeint ist, Kunden bei Gesundheit, Absicherung und Vorsorge aus einer Hand zu begleiten.
Geleitet wird die Gruppe von einem sechsköpfigen Vorstand. Neben den beiden Co-Sprechern Bader und Mitzlaff gehören ihm Olaf Engemann, Jesko David Kannenberg, Michael Krebbers und Ralf Oestereich an. Die bisherigen Unternehmenszentralen in Fellbach und Stuttgart bleiben als Hauptstandorte bestehen, ebenso alle Landes- und Filialdirektionen.
Für Vertriebspartner soll sich im Alltag zunächst wenig ändern: Sie arbeiten weiter mit den bekannten Marken und Ansprechpersonen. Künftig können sie aber stärker auf die gebündelten Kompetenzen und das ergänzende Produktangebot der Gruppe zugreifen. Das eröffne die Chance, Kunden ganzheitlicher zu betreuen und zusätzliches Geschäft zu erschließen. Konkrete Produktänderungen nennt die Gruppe bislang nicht.
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