Automatisierung im Maklerbüro

„Das ist ein Prozessproblem“

Maklerinnen und Makler verlieren viel Zeit mit fehlenden Unterlagen, Rückfragen und manueller Datenerfassung. Adrian Reininger von Flixcheck erklärt, warum saubere Prozesse oft mehr bringen als künstliche Intelligenz (KI) und was sich in der KFZ-Wechselzeit automatisieren lässt.
Adrian Reininger ist Director of Sales bei Flixcheck.
© Flixcheck
Adrian Reininger ist Director of Sales bei Flixcheck und Referent unseres Webinars am 8. Oktober 2026.

Pfefferminzia: Herr Reininger, wo verlieren Makler im Alltag besonders viel Zeit?

Adrian Reininger: Oft nicht in der Beratung, sondern im Warten danach. Der Vertrag ist besprochen, aber dann fehlen Fahrzeugschein, Bankdaten oder die Unterschrift. Also wird nachgefasst: Anruf, Erinnerungsmail, noch ein Anruf. Der Klassiker ist der Medienbruch. Der Kunde soll ein PDF ausdrucken, unterschreiben, scannen und zurückschicken. Wer abends um neun Uhr keinen Drucker hat, macht das nicht. Das ist kein Kundenproblem, das ist ein Prozessproblem. Hinzu kommt das Abtippen von Daten, die der Kunde längst geliefert hat. Das ist der stille Zeitfresser.

Künstliche Intelligenz und Automatisierung sollen solche Probleme lösen. Was bringt Maklern heute tatsächlich etwas?

Reininger: Den größten Hebel hat aktuell häufig gar nicht die KI, sondern die saubere Datenerfassung davor. Wer Informationen strukturiert einsammelt, spart sofort Zeit. Wer dagegen unstrukturierte Mails hinterher mit KI sortiert, repariert ein Problem, das vorher im Prozess entstanden ist. Praktischen Nutzen bringen etwa automatische Erinnerungen, verpflichtende Angaben, Qualitätsprüfungen bei Dokumenten-Scans und Daten, die direkt weiterverarbeitet werden können. Klingt unspektakulär. Wirkt aber ab dem ersten Tag.

Die KFZ-Wechselzeit ist jedes Jahr besonders arbeitsintensiv. Was lässt sich hier automatisieren?

Reininger: Fast alles, denn der Prozess wiederholt sich jedes Jahr. Man kann ihn einmal als Vorlage bauen und anschließend für viele Kunden nutzen. Der Kunde erhält beispielsweise per E-Mail oder SMS einen digitalen Check und übermittelt darüber Kennzeichen, Fahrzeugschein, Kilometerstand, Vorversicherer, Sepa-Mandat und Unterschrift. Das funktioniert am Smartphone ohne App, Login oder Drucker. Auch der Versand lässt sich bündeln und personalisieren. Entscheidend ist: Die Antworten kommen strukturiert zurück und nicht verteilt über zahlreiche E-Mails.

Im Webinar von Pfefferminzia und Flixcheck am 8. Oktober zeigen Sie genau diesen Prozess. Was erwartet die Teilnehmer?

Reininger: Wir bauen live einen KFZ-Check auf – von der leeren Vorlage bis zum Versand. Dabei zeigen wir auch die Kundenseite. Die Teilnehmer sehen also, wie der Prozess im System entsteht und wie er beim Kunden ankommt. Makler bekommen eine konkrete Blaupause für ihre eigene Wechselzeit: Welche Abfragen gehören hinein, wann sollte man sie versenden und wie lässt sich nachfassen, ohne zum Telefon zu greifen? Wer möchte, kann den Ablauf anschließend direkt für das eigene Büro nachbauen.

>> Mehr zum Thema: Wie Makler ihre KFZ-Wechselzeit mit digitalen Prozessen und Automatisierung einfacher organisieren können, zeigt Adrian Reininger am 8. Oktober um 10 Uhr im Webinar von Pfefferminzia und Flixcheck. Hier geht’s zur kostenlosen Anmeldung.

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